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Gewalt gegen Flüchtlinge eskaliert "Nur eine Frage der Zeit, bis wir einen Toten haben"

Vom Brandsatz zur Handgranate: Die Gewalt gegen Flüchtlinge in Deutschland steigt, die Hemmschwellen sinken. Kriminalbeamte erleben die Angriffe mit zunehmender Sorge. Ihre Prognose ist düster.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter beobachtet die steigende rechte Gewalt gegen Flüchtlinge mit großer Sorge. "Es ist eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis wir einen Toten zu beklagen haben", sagte der Vorsitzende André Schulz mit Blick auf die gewachsene Zahl von Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte.

Rechte Gruppierungen würden die derzeitige Situation ausnutzen, um Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen. Das Personal der Polizei reiche an allen Ecken und Kanten nicht, erklärte Schulz. Die Defizite seien seit Jahren bekannt. "Das ärgert uns."

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Gewalt gegen Flüchtlinge und die erhöhte Terrorgefahr in Deutschland sind Themen bei den 10. Berliner Sicherheitsgesprächen, die der Bund Deutscher Kriminalbeamter an diesem Mittwoch ausrichtet. Die Veranstaltung steht unter dem Motto: "Flüchtlinge, Asylbewerber und Migranten: Deutschland zwischen Willkommenskultur und rechtem Terror."

Rechte Gewalt eskaliert in Deutschland

Von der Politik erwartet Schulz eine Reduzierung der Flüchtlingszahlen. Es sei allerdings klar, dass es hier keine nationalen Lösungen geben könne. "Das ist ein internationales Problem." Wichtig sei es, einen Überblick zu haben, wer sich überhaupt im Land aufhalte, um die Kontrolle zu wahren.

Zahlreiche Zuwanderer seien mittlerweile aus den Aufnahmeeinrichtungen verschwunden, ohne dass man wisse, wo sie sich befinden. "Die derzeitige gesellschaftliche Situation belastet auch die Polizei", sagte Schulz.

Nach den Angriffen in Tröglitz, Freital und Heidenau hatte vergangene Woche in Baden-Württemberg die Gewalt gegen Flüchtlinge eine neue Dimension erreicht. Unbekannte warfen eine entsicherte Handgranate auf ein Flüchtlingsheim in Villingen-Schwenningen.

Gleichwohl sorgten Berichte über einen angeblich toten Flüchtling vor dem Berliner Lageso für bundesweite Aufregung. Am Ende stellte sich die Geschichte als erfunden heraus.

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