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Thomas Strothotte Arabisch soll zum Pflichtfach werden

Alle deutschen Schüler sollen Arabisch lernen, fordert Professor Thomas Strothotte. Doch damit nicht genug: Die Vorschläge des Präsidenten einer Hamburger Privatuniversität reichen noch weiter.

Der Hamburger Informatik-Professor Thomas Strothotte fordert die Einführung von Arabisch als Schulsprache in Deutschland. Dies würde einen Zugang zur arabischen Welt ermöglichen, schreibt der Präsident der Hamburger Kühne Logistics University in der "Zeit".

Deutsch und Arabisch sollten für alle Schüler bis zum Abitur verpflichtend sein. "Wir würden damit anerkennen, ein Einwanderungsland und eine mehrsprachige Gesellschaft zu sein."

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Noch anspruchsvoller sei es, Deutsch und Arabisch als gleichberechtigte Unterrichtssprachen zu verwenden, schreibt Strothotte. Dadurch würden sich die Kinder schon jetzt auf den tiefgreifenden Wandlungsprozess des Nahen Ostens vorbereiten. Mit dem Erlernen der arabischen Sprache empfehle sich die junge Generation Deutschlands als wirtschaftlicher, kultureller und politischer Partner, um diesen Transformationsprozess zu begleiten.

Rundfunkanstalten stärken arabisches Angebot

Unterdessen wollen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ihr Angebot auf Arabisch stärken. Angesichts der starken Zuwanderung von Flüchtlingen aus dem Nahen und Mittleren Osten kündigte die ARD die Unterstützung des Deutsche-Welle-Senders "DW Arabia" unterstützen.

Dazu solle es Zulieferungen von Reportagen und Dokumentation für das arabischsprachige Angebot geben, erklärten die ARD-Intendanten am Dienstag auf ihrer Sitzung in Leipzig. In den Mittelpunkt wolle man vor allem Flüchtlingsthemen stellen.

Die ARD-Vorsitzende Karola Wille bezeichnete die Kooperation als "ein wichtiges Signal" in einer "schwierigen Phase". Das 24-stündige arabischsprachige Programm "DW Arabia" berichtet aus deutscher und europäischer Sicht über Ereignisse und Entwicklungen und ist seit Mitte Dezember 2015 auch in Europa zu empfangen.

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