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Informantin Sonia Paris-Drahtzieher kam mit 90 Dschihadisten nach Paris

Abdelhamid Abaaoud gilt als Anführer der Anschläge in Paris. Tage später starb er beim Schusswechsel mit Polizisten. Vorher brüstete er sich noch mit den Attacken, berichtet eine Informantin.

Der mutmaßliche Anführer der Anschläge von Paris ist nach Angaben einer Informantin mit 90 Extremisten nach Frankreich gekommen. Die multinationale, aus Arabern und Europäern bestehende Gruppe sei immer noch im Großraum Paris verstreut, sagte die Frau, deren Hinweise die Polizei zu Abdelhamid Abaaoud geführt hatten. Abaaoud wurde am 18. November bei einem Feuergefecht mit der Polizei im Pariser Vorort St. Denis getötet.

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Der Belgier marokkanischer Abstammung sei stolz auf die Anschläge am 13. November gewesen, bei denen 130 Menschen getötet wurden, sagte die Frau in einem am Donnerstag gesendeten und von ihrem Anwalt bestätigten Interview des Fernsehsenders RMC. Dabei wurde nur ihr Vorname Sonia genannt.

Informantin brachte Abaaoud in sein Versteck

Sonia sagte, sie habe mit einer Cousine Abaaouds den mutmaßlichen Extremistenführer an einer einsamen Straße außerhalb von Paris abgeholt und in das Versteck in St. Denis gebracht, in dem er im Schusswechsel mit der Polizei getötet wurde. Er habe gesagt, er sei ohne Ausweise nach Frankreich eingereist, zusammen mit 90 anderen Extremisten.

Einem Zeitungsbericht zufolge war Abaaoud im vergangenen Jahr unbehelligt mit einer Fähre nach Großbritannien gereist, obwohl ein Haftbefehl gegen ihn vorlag. Er habe in London und Birmingham andere Dschihadisten getroffen, berichtete die britische Zeitung " Guardian" vor wenigen Wochen. Außerdem habe er dort Handyfotos von Sehenswürdigkeiten gemacht. Die britischen Behörden hätten von der Reise erst nach dem Tod Abaaouds durch die Auswertung seines Handys erfahren.

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