Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

N24-Umfrage Hälfte aller Deutschen hält AfD für verfassungsfeindlich

Die Schießbefehl-Debatte der AfD geht vielen zu weit. Fast die Hälfte der Deutschen hält die Partei für verfassungsfeindlich, so eine N24-Umfrage. Trotzdem kann die Partei bei den Wählern punkten.

Für Verfassungsschutz und Bundesinnenministerium ist eine geheimdienstliche Beobachtung der AfD derzeit kein Thema - trotz umstrittener Äußerungen der Rechtspopulisten zum Schusswaffeneinsatz gegen Flüchtlinge. Behördenchef Hans-Georg Maaßen sagte, die AfD werde nicht als extremistisch eingeschätzt und stelle keine Gefahr für die freiheitliche demokratische Grundordnung dar.

Fast die Hälfte der Deutschen sieht das anders. Auf die Frage "Halten Sie die AfD für eine verfassungsfeindliche Partei?" antworteten 45 Prozent in einer repräsentativen N24-Emnid-Umfrage mit "Ja". Unter den Unionswählern sind es sogar 68 Prozent. AfD-Wähler schätzen die Lage freilich anders ein. Immerhin 13 Prozent halten die Partei aber ebenfalls für verfassungsfeindlich.

52 Prozent aller Deutschen sprechen sich außerdem dafür aus, dass die AfD vom Verfassungsschutz beobachtet werden sollte. 37 Prozent der Befragten lehnen diese Maßnahme ab.

Mehr zum Thema: Schock-Umfrage für die Union

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry hatte mit einer Äußerung zum Einsatz von Schusswaffen gegen Flüchtlinge an der Grenze einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Vertreter aller im Bundestag vertretenen Parteien reagierten empört. CDU-Generalsekretär Peter Tauber fühlte sich an DDR-Zeiten erinnert. SPD-Chef Sigmar Gabriel drang auf eine Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz.

Petry hatte in einem Zeitungsinterview gesagt, sie halte zur Sicherung der deutschen Grenzen im Extremfall auch Schüsse auf Flüchtlinge für gerechtfertigt. Auch die stellvertretende AfD-Chefin Beatrix von Storch hatte auf ihrer Facebook-Seite die Frage, ob man Frauen mit Kindern notfalls mit Waffengewalt am Grenzübertritt stoppen sollte, bejaht. Später stellte sie klar, sie sei gegen Gewalt gegen Kinder. Petry schob nach, die AfD lehne es strikt ab, dass auf Menschen geschossen werde, die friedlich Einlass begehrten. Notwendig sei jedoch die konsequente Einhaltung des Rechts.

Bei der Sonntagsfrage kommt die AfD laut N24-Emnid-Umfrage auf 12 Prozent – ein Plus von 2 Prozent gegenüber der Vorwoche. Die Union verliert dagegen 2 Prozent und landet bei 34 Prozent. Die SPD erreicht 24 Prozent, die Linke 10 Prozent und die Grüne 9 Prozent.

Mehrheit würde Karneval feiern "wie immer"

In der gleichen N24-Emnid-Umfrage äußern 25 Prozent der Deutschen ihre Terrorangst, würden aber trotzdem zum Karneval gehen und sich dort – soweit möglich – "etwas vorsichtiger verhalten". Weitere 22 Prozent der Befragten würden aus Terrorangst gar nicht erst zum Karneval gehen. 51 Prozent der Deutschen sagen, sie hätten keine Terrorangst und würden den Karneval wie immer feiern.

27 Prozent der Deutschen befürchten im Karneval erneut Übergriffe wie in der Kölner Silvesternacht. 19 Prozent der Befragten befürchten das nicht, weil sie die Vorfälle aus Köln für "Einzelfälle" halten. 46 Prozent der Deutschen glauben, die Übergriffe von Köln werden sich nicht wiederholen, weil die Polizei dazugelernt hat und nun besser vorbereitet ist.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Hier kann nicht mehr kommentiert werden.
 
Bomben auf Aleppo: Ein internationales Syrien-Treffen sucht in Paris Lösungen für das geschundene Land. Foto: Michael Alaeddin
Internationales Treffen
Steinmeier zu Syrien-Gesprächen in Paris
Die Vorderseite der Nobelpreis-Medaille für Literatur, Physik, Chemie und Medizin: Die Auszeichnungen werden in Stockholm und Oslo verliehen. Foto: Kay Nietfeld
Bob Dylan nicht dabei
Nobelpreise 2016 werden in Stockholm und Oslo überreicht
Daniel Günther, CDU-Fraktions- und Landeschef gilt als designierter Albig-Herausforderer in Schleswig-Holstein.
Schleswig-Holstein-Umfrage
CDU baut Vorsprung auf SPD aus, AfD nur bei sechs Prozent
Andrej Holm ist ein gefragter Experte für Stadtentwicklung – hier in der ARD-Talkshow "Günther Jauch" im März 2014.
Berliner Senat
Stasi-Offiziersschüler soll Staatssekretär werden
Barack Obama will noch vor dem Ende seiner Amtszeit Aufschluss über die Hackerangriffe im US-Wahlkampf haben. Foto: Aude Guerrucci
Russland unter Verdacht
Obama ordnet Untersuchung von Hackerattacken im Wahlkampf an
Nach einer inoffiziellen Auswertung regionaler Medien lag Akufo-Addo bei einem Zwischenergebnis von knapp 54 Prozent der Stimmen. Foto: Christian Thompson
Friedlicher Machtwechsel
Oppositionschef Akufo-Addo gewinnt Präsidentenwahl in Ghana
New Yorks Ex-Bürgermeister Rudolph «Rudy» Giuliani galt lange als Favorit für das Amt des US-Außenministers. Foto: Sophia Kembowski
Loyaler Trump-Fan
Rudy Giuliani als künftiger US-Außenminister aus dem Rennen
Barack Obama und Wladimir Putin im September 2015.
Russland im Visier
Obama ordnet Untersuchung von Hackerangriffen an
Zunehmende Empörung: Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (l., SPD) im Landtags-Untersuchungsausschuss zu islamistischen Gefahren.
Niedersachsen
Opposition hält Innenminister für ein Sicherheitsrisiko
Der Journalist Aydin Engin hat zwölf Jahre in Deutschland im Exil gelebt.
Inhaftierter Kolumnist
"Schickt eure Minister nach Ankara"
Fahnen der Türkei werden geschwenkt während der türkische Ministerpräsident Recep Tayip Erdogan am 24.05.2014 in Köln (Nordrhein-Westfalen) in der Lanxess-Arena spricht.
Integration & Doppelpass
Worüber in einer Demokratie geredet werden muss
In Syrien gehen die Gefechte weiter.
Große Mehrheit
UN-Vollversammlung fordert sofortige Waffenruhe in Syrien
Stopschild vor dem abgeschalteten Atomkraftwerk in Biblis. Foto: Fredrik von Erichsen
Verzicht auf Schadenersatz
Atomkonzerne ziehen Teil ihrer Klagen gegen den Bund zurück
Dschaber al-Bakr kam als syrischer Flüchtling 2013 nach Deutschland.
Syrer in Leipzig
Warum die al-Bakr-Überwältiger kein Verdienstkreuz erhalten
Islamunterricht an einer Bonner Realschule.
Integration
Migrantenkinder holen in deutschen Schulen kräftig auf
"Burger-Baron" Andrew Puzder bei einer Diskussion in Beverly Hills, Kalifornien.
Trumps Arbeitsminister
Er mag "Frauen in Bikinis", aber keinen Mindestlohn
Ein Spezialkommando nahm den Mann in Rotterdam fest.
Rotterdam
Terrorverdächtiger mit geladener Kalaschnikow gefasst
Hildegard Hamm-Brücher galt als Grande Dame der Liberalen.
Hildegard Hamm-Brücher ✝
Diese Liberale verstand Politik als moralische Übung
Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek.
Aiman Mazyek
Zentralrat fordert mehr muslimische Vertreter in Rundfunkräten
Wird wohl im kommenden Jahr nicht wieder für die Hamburger CDU in den Bundestag einziehen: Herlind Gundelach.
Keine Frau aufgestellt
"In Hamburgs CDU zählt Kompetenz, nicht Geschlecht"