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Geplanter Anschlag in Berlin Terrorverdächtiger stand in Kontakt zum IS-Chefplaner

Der im Sauerland gefasste Algerier stand offenbar mit dem IS-Planungschef für Terroranschläge in Verbindung. Fotos sollen die Männer gemeinsam in Syrien zeigen. Auf anderen posiere er mit Leichen.

Der in einer Flüchtlingsunterkunft in Attendorn im Sauerland festgenommene mutmaßliche Islamist stand offenbar in Kontakt zu dem IS-Planungschef für Terroranschläge im Ausland. Das hat die "Welt" aus Sicherheitskreisen erfahren. Demnach sollen Fotos existieren, die den 35-jährigen Algerier gemeinsam mit dem IS-Terrorplaner zeigen. Der Algerier gilt als Drahtzieher einer mindestens vierköpfigen Zelle, die Anschläge in Berlin geplant haben soll.

Nach Informationen des "Spiegel" posiert er auf einem der Bilder neben Leichen. Zudem gebe es ein Foto, das ihn beim Essen mit einer Person aus dem Umfeld der Attentäter zeige, die für die Pariser Terrorserie im November verantwortlich sein sollen.

"Dieser Mann ist brandgefährlich und wollte anderen Menschen Schaden zufügen. Die weiteren Ermittlungen werden das bestätigen", sagte ein Ermittler der "Welt". Mit seiner Frau soll der Algerier vor einigen Wochen als syrischer Flüchtling getarnt über die Balkanroute nach Deutschland gekommen sein. Gegen das Ehepaar liegt ein internationaler Haftbefehl der algerischen Behörden wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz IS vor.

Wie die "Welt" weiter erfuhr, wurden der Algerier sowie seine drei algerischen Kontaktleute in Berlin und Niedersachsen seit mehreren Wochen von speziellen Observierungseinheiten überwacht. Die Berliner Polizei hatte im Dezember die Ermittlungen gegen die Zelle wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat aufgenommen.

Keine Hinweise auf kurzfristig geplanten Anschlag

Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen sagte im ZDF-"Morgenmagazin", es habe keine Hinweise auf einen kurzfristig geplanten Anschlag gegeben. Es gebe aber weiter eine "abstrakt hohe Terrorgefahr", sagte Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) am Donnerstag in der RBB-"Abendschau". Medien hatten berichtet, die mutmaßlichen Terroristen hätten einen Terroranschlag am Alexanderplatz oder am "Checkpoint Charlie" geplant. "Das ist etwas, was wir überhaupt nicht bestätigen können – weder was den "Alex" betrifft, noch was den "Checkpoint Charlie" betrifft", sagte Henkel dazu – und: "Ein bisschen Zurückhaltung in der Frage wäre angebracht – statt Hysterie."

Die Berliner Polizei will im Tagesverlauf weitere Details des Großeinsatzes gegen die insgesamt vier verdächtigen Algerier im Alter zwischen 26 und 49 Jahren bekanntgeben. Die Ermittler wollen ein Foto eines der Anhänger der Terrormiliz IS veröffentlichen. Auf dem Foto sollen auch Waffen zu sehen sein.

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