Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Flüchtlingsstrom Ungarn und Österreich wollen neue "Verteidigungslinie"

Die Kritik an den laschen griechischen Grenzkontrollen reißt nicht ab. Österreich und Ungarn wollen nun Konsequenzen ziehen und eine eigene "Verteidigungslinie" gegen die Flüchtlinge etablieren.

Ungarn unterstützt Österreichs Pläne, über Griechenland kommende Flüchtlinge durch den Einsatz von Polizisten und Soldaten an der Grenze zu Mazedonien aufzuhalten. Wenn Griechenland nicht bereit oder in der Lage sei, die EU-Außengrenze zu schützen, brauche die EU "eine andere Verteidigungslinie", sagte Ungarns Außenminister Peter Szijjarto beim Treffen mit seinen EU-Kollegen in Amsterdam. Diese müsse "offensichtlich in Mazedonien und Bulgarien" aufgebaut werden.

Österreichs Außenminister Sebastian Kurz hatte am Freitag gesagt, Mazedonien und andere Balkanstaaten seien bereit, mit EU-Ländern bei der Grenzsicherung zusammenzuarbeiten. EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn warnte dagegen vor einem "Dominoeffekt", wenn einzelne Staaten versuchten, im Alleingang Lösungen durchzusetzen.

Merkel wirbt in Videobotschaft um mehr Kooperation

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterstrich die Notwendigkeit, gemeinsam die Außengrenzen besser zu schützen. Dabei setzt sie auf die Türkei als Partner; dies umfasse die Aufnahme von Flüchtlingskontingenten, um den Menschenhandel zu unterbinden.

"Wir müssen unsere Außengrenze schützen, weil wir Schengen erhalten wollen", sagte die Kanzlerin in ihrer wöchentlichen Video-Ansprache. Der Schutz der Wassergrenzen gelinge derzeit nicht sehr gut, spielte sie auf Griechenland an, ohne das Land beim Namen zu nennen. Könne man die Außengrenze nicht schützen, gerate der "freie Bewegungsraum im Binnenmarkt, der auch Grundlage unseres Wohlstands ist, in Gefahr". Dies müsse verhindert werden, so Merkel weiter.

Das könnte Sie auch interessieren: EU-Außenminister-Treffen in Amsterdam - "Mir graut es ein wenig"

Griechenland steht seit Monaten unter Druck, weil der Großteil der dort ankommenden Flüchtlinge ungehindert über den Balkan Richtung Österreich, Deutschland und Schweden weiterreisen konnte. Die meisten von ihnen kamen über Mazedonien – laut der dortigen Regierung im vergangenen Jahr 700.000 Menschen. Allein im Januar kamen bereits 50.000 Flüchtlinge.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Für diese Seite sind keine Kommentare vorgesehen.