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Trotz Shitstorm Hessenpark verteidigt freien Eintritt für Flüchtlinge

Eine Welle der Empörung schlägt dem Freilichtmuseum Hessenpark entgegen. Grund ist der freie Eintritt für Flüchtlinge. Doch das Museum wehrt sich.

Der Hessenpark in Neu-Anspach im Hochtaunuskreis sieht sich seit Sonntagabend einem Shitstorm ausgesetzt. Man werde "überrollt von einer Flut von Hassmails", schlechten Bewertungen und hässlichen Kommentaren, schreibt das Museum auf seiner Facebookseite. Anlass dafür ist die Entscheidung, Flüchtlingen freien Eintritt zu gewähren.

Diese Regelung besteht zwar schon seit einem halben Jahr, doch in den letzten Tagen kochte die Wut der Menschen darüber hoch.

"Für Obdachlose gibt es auch keinen freien Eintritt", "Deutschland hat die höchste steigende Kinderarmut in der EU und immer höher steigende Rentnerarmut - wir helfen lieber Fremden als den eigenen Kindern?", "Niemand darf laut GG wegen seiner Herkunft benachteiligt werden", so lauten die Kommentare. Mehr als 1100 Nachrichten wurden bereits gepostet.

Das Museum hat darauf reagiert und eine Erklärung ins Netz gestellt. "Wir stehen zu unserer Preispolitik und schätzen den freien Meinungsaustausch", heißt es. Was hier allerdings vor sich gehe, sprenge jedoch "jeden erträglichen Rahmen". "Auf einschlägigen Seiten rotten sich Tausende zusammen, um uns zu beschimpfen".

Auch zustimmende Kommentare

Der Hessenpark verweist auf seine preiswerten Tickets: "Unsere Preispolitik ist seit Gründung des Museums fair und familienfreundlich. Gäste mit Kindern erhalten bei uns günstige Familientickets, Grundsicherungsempfänger zahlen stark ermäßigte Eintrittspreise und zum Feierabendtarif kostet es für alle nur noch die Hälfte. Im Hessenpark muss also niemand draußen bleiben."

Für den kostenlosen Eintritt für Flüchtlinge habe man sich entschieden, damit "die Menschen in die Geschichte und Kultur der Region eintauchen und dadurch eine Verbindung zu ihrer neuen Umgebung aufbauen können", erklärt Museumsleiter Jens Scheller.

Es gibt aber auch zustimmende Kommentare: "Solche Angriffe kommen von Menschen, die gar nicht wollen, dass Flüchtlinge sich hier integrieren und unsere Kultur und Geschichte kennenlernen können", schreibt ein Nutzer.

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