Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Handgranatenfund in Villingen-Schwenningen Der Anschlag galt nicht den Flüchtlingen

Nach dem Fund einer Handgranate bei einer Flüchtlingsunterkunft in Villingen-Schwenningen hat die Polizei mehrere Verdächtige verhaftet. Offenbar ging es ihnen nicht um die Migranten.

Nach dem Anschlag mit einer Handgranate auf eine Flüchtlingsunterkunft in Villingen-Schwenningen haben die Ermittler vier Verdächtige gefasst. Die Spur führt ins Sicherheitsgewerbe. Ein fremdenfeindliches Motiv schließen Polizei und Staatsanwaltschaft nach Angaben vom Dienstag aus. Drei der vier Männer im Alter von 23, 27 und 37 Jahren kamen in Untersuchungshaft. Eine Handgranate war Ende Januar auf das Gelände der Erstaufnahmestelle geworfen worden und neben einem Container des Sicherheitsdienstes gelandet. 

Details zu den Hintergründen nannten die Ermittler nicht und verwiesen auf ermittlungstaktische Gründe. "Allerdings dürften Konflikte, die zwischen den im Schwarzwald-Baar-Kreis tätigen Sicherheitsunternehmen bestehen, die Ursache sein", hieß es in der Mitteilung des Polizeipräsidiums Tuttlingen. Die Verdächtigen hätten überwiegend einen osteuropäischen Migrationshintergrund.

Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen

Die Polizei war bei Durchsuchungen auch mit Hilfe von Spezialkräften gegen die Verdächtigen vorgegangen. Gegen drei der Männer wurden Haftbefehle wegen eines Verbrechens gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz erlassen. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, weitere Spuren müssten ausgewertet werden.

Die Handgranate war bei dem Anschlag nicht explodiert. Es wurde niemand verletzt. Die Granate war neben einem Container, in dem sich drei Wachleute aufhielten, liegen geblieben. Nach Angaben des Landeskriminalamtes war sie mit Sprengstoff gefüllt und über den Zaun der Einrichtung geworfen worden.

In den zurückliegenden Tagen sei es der nach der Tat eingerichteten Sonderkommission "Container" gelungen, Hinweise auf die im Sicherheitsgewerbe arbeitenden Tatverdächtigen zu gewinnen und einen Tatverdacht zu konkretisieren. Bei den Ermittlungen wurde die Sonderkommission durch Spezialisten des Bundeskriminalamtes, des Landeskriminalamtes und den Ämtern des Verfassungsschutzes unterstützt.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.