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Zweite Amtszeit Joachim Gauck will offenbar Bundespräsident bleiben

Die rechte AfD im Aufschwung, die Politik durch die Flüchtlingsproblematik in der Krise: Bundespräsident Joachim Gauck will offenbar für Stabilität sorgen und erwägt eine erneute Kandidatur.

Bundespräsident Joachim Gauck erwägt einem Zeitungsbericht zufolge eine zweite Amtszeit. Er denke darüber angesichts der Flüchtlingskrise und des starken Abschneidens der rechtspopulistischen AfD in Meinungsumfragen nach, berichtet die "Bild"-Zeitung. "Der Bundespräsident wird auch vor dem Hintergrund der Flüchtlingsproblematik die Politik nicht noch in eine zusätzliche Krise stürzen", zitiert das Blatt eine nicht näher genannte Quelle im Bundespräsidialamt.

Basis solcher Befürchtungen seien die unklaren Mehrheitsverhältnisse bei der im kommenden Jahr anstehenden Wahl eines neuen Bundespräsidenten, wohingegen Gauck selbst eine breite Mehrheit hinter sich hätte, schreibt das Blatt. Demnach will der Bundespräsident nach den Landtagswahlen im März erklären, ob er 2017 noch einmal antritt.

Der parteilose Theologe war 2012 von der damaligen Koalition aus CDU/CSU und FDP ins Rennen um die Nachfolge des zurückgetretenen Christian Wulff geschickt worden. Bislang hat Gauck jede Festlegung in der Frage vermieden, ob er sich nach dem Ende seiner ersten Amtszeit für weitere fünf Jahre zum Staatsoberhaupt wählen lassen will. Er wäre dann 77 Jahre alt.

Sollte Gauck erneut antreten, wäre eine Mehrheit für ihn in der Bundesversammlung wahrscheinlich. Ablehnung erfährt er lediglich aus den Reihen der Linkspartei.

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