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Laurent Fabius Frankreichs Außenminister tritt ab

Außenminister Laurent Fabius verlässt die französische Regierung, das bestätigte der Politiker französischen Medien. Auf den Sozialisten wartet bereits eine neue Aufgabe.

Frankreichs Außenminister Laurent Fabius hat sein Ausscheiden aus der Regierung bestätigt. Auf die Frage, ob dies seine letzte Kabinettssitzung gewesen sei, antwortete Fabius am Mittwoch nach Berichten französischer Medien mit "Ja". Es wird erwartet, dass Fabius bald zum künftigen Präsidenten des französischen Verfassungsrats ernannt wird. 

Als Konferenzleiter hatte Fabius maßgeblichen Anteil am Erfolg der UN-Klimaverhandlungen im Dezember 2015 in Paris. Für den 69-Jährigen wohl die weltpolitische Krönung seiner Karriere. Er band alle wichtigen Gruppen ein und machte klare Ansagen zum Vorgehen. Wie etwa am Ende der Konferenz.

In letzter Minute setzte die US-Regierung noch eine abgeschwächte Formulierung im Abkommen durch, die ihr womöglich dauerhaft größere Anstrengungen bei der Reduzierung von Treibhausgasen abverlangen könnte als zum Beispiel den Chinesen. Bevor jemand protestieren konnte, ließ Fabius den Hammer fallen. Das Abkommen war damit offiziell angenommen.

Mit 37 Jahren französischer Premier

Der Außenminister ist einer der schillerndsten Köpfe der französischen Sozialisten, auf jeden Fall einer der erfahrensten in der Pariser Regierungsmannschaft. Als Premierminister einer Linkskoalition mit den Kommunisten profilierte sich der damals erst 37 Jahre alte Absolvent der Elitehochschule Ena Mitte der 80er-Jahre mit der Hinwendung zur Marktwirtschaft.

Fabius galt als brillanter Frontmann der Reformsozialisten und wurde von Präsident François Mitterrand gefördert. Seit 2012 kümmerte er sich als Pariser Chefdiplomat um die großen Krisen der Welt.

In Frankreich ist Fabius auch als "Mann des Neins" bekannt, weil er 2005 beim Referendumüber die EU-Verfassung für deren Ablehnung kämpfte und so die Spaltung seiner Partei riskierte. Kurz darauf wäre er gern Präsidentschaftskandidat geworden, scheiterte aber gegen Ségolène Royal.

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