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Blutbad im syrischen Aleppo 500 Tote seit Beginn der Regierungsoffensive

Die Offensive der syrischen Armee und der russischen Luftwaffe hat in der Provinz Aleppo bereits Hunderte Todesopfer gefordert. Darunter sollen auch viele Zivilisten sein.

Bei der Offensive der syrischen Armee in der Provinz Aleppo sind nach Angaben von Aktivisten bereits mehr als 500 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien 274 syrische Rebellen und ausländische Dschihadisten sowie 89 Zivilisten, darunter 23 Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mit. Die Regierungstruppen hatten ihre Offensive mit Unterstützung der russischen Luftwaffe am 1. Februar begonnen.

Die syrische Regierungsarmee war in den vergangenen Tagen mit Unterstützung durch russische Luftangriffe auf die bisherige Rebellenhochburg Aleppo vorgedrungen. Zehntausende Menschen flohen an die Grenze zur Türkei. Die Angaben der den Rebellen nahe stehenden Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.

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Die Lage für die aus Aleppo Geflohenen im syrisch-türkischen Grenzgebiet wird immer katastrophaler. Hilfsorganisationen berichteten am Dienstag von überfüllten Lagern und ganzen Familien, die auf der Straße schliefen. Der Hauptgrenzübergang Öncüpinar blieb weiterhin geschlossen – die UNO forderte die Türkei auf, die Schutzsuchenden ins Land zu lassen. Der Russlandbeauftragte Gernot Erler (SPD) warnte unterdessen vor einer Konfrontation Russlands mit der Nato.

Situation spitzt sich zu

"Es gibt nicht mehr genug Platz für die Familien", sagte Ahmad al-Mohammed von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. Viele Menschen schliefen unter freiem Himmel und hätten nur das bei sich, was sie in Eile auf der Flucht mitnehmen konnten. Wegen der Kälte und der überfüllten Lager gebe es zahlreiche Durchfallerkrankungen. Teilweise schliefen 20 Menschen in Sieben-Mann-Zelten.

Nach UN-Angaben flohen in den vergangenen Tagen 31.000 Menschen aus Aleppo und Umgebung. EU-Ratspräsident Donald Tusk erklärte, die russischen Luftangriffe machten "eine jetzt schon schlechte Lage noch schlimmer". Die syrische Führung gewinne und die moderate Opposition verliere dadurch an Boden, und "Tausende weitere Flüchtlinge fliehen Richtung Türkei und Europa".

Die Türkei öffnet die Grenze derzeit nur für Notfälle und will die Flüchtlinge vorerst auf syrischem Gebiet versorgen. Helfer verteilen seit Tagen Kleidung, Matratzen und Nahrungsmittel. Auch das Welternährungsprogramm (WFP) begann mit der Verteilung von Hilfsgütern.

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