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Truppenverlegung Nato plant Aufrüstung an russischer Grenze

Wie soll die Nato auf Russland reagieren? Zwei Tage lang beraten die Nato-Außenminister in Brüssel unter anderem zu diesem Thema. Fest steht: Die Truppen im Osten sollen verstärkt werden.

Die Nato will als Reaktion auf die Politik von Russlands Präsident Wladimir Putin zusätzliche Truppen ins östliche Bündnisgebiet schicken. Die Verteidigungsminister der Allianz beschlossen am Mittwoch in Brüssel, entsprechende Planungen voranzutreiben. Sie sollen bis zum nächsten Nato-Gipfel im Sommer in Warschau abgeschlossen sein.

Die zusätzliche Nato-Präsenz soll nach Angaben von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg über eine multinationale Truppe organisiert werden, über deren Stärke und Zusammensetzung noch entschieden werden muss. Der multinationale Ansatz solle deutlich machen, dass ein Angriff gegen einen Alliierten als Angriff gegen alle Alliierten gewertet werde.

Nach Angaben aus Bündniskreisen ist im Gespräch, pro Land bis zu etwa 1000 Bündnissoldaten zu stationieren. Als Standorte sind neben den baltischen Staaten Lettland, Estland und Litauen auch Polen, Bulgarien und Rumänien vorgesehen. In diesen Ländern baut die Nato bereits seit dem vergangenen Jahr regionale Hauptquartiere in Estland, Lettland, Litauen sowie Polen, Bulgarien und Rumänien. Sie sind allerdings lediglich mit wenigen Dutzend Soldaten besetzt.

Ob sich Deutschland an der Aufstockung beteiligen wird, ist bislang noch offen. Unterdessen kündigte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen an, die Bundeswehr im Rahmen eines Nato-Einsatz gegen Menschenschlepper in der Ägäis eingesetzt.

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Es sei gut, dass die Türkei die Militärallianz gebeten habe, die Seeraumüberwachung in der Region zu intensivieren, sagte von der Leyen in Brüssel. "Ziel muss es sein, das perfide Geschäft der Schmuggler mit der illegalen Migration zu erschweren, wenn nicht unmöglich zu machen."

Die deutsche Marine führt mit dem Einsatzgruppenversorger "Bonn" derzeit einen Nato-Schiffsverband, der in der Region unterwegs ist. Viele der Hunderttausenden Flüchtlinge, die in den vergangenen Monaten nach Europa und vor allem Deutschland kamen, überquerten mit Hilfe von Schleusern das Mittelmeer von der türkischen Küste aus nach Griechenland.

Einige EU-Staaten werfen Griechenland vor, die EU-Außengrenze nicht ausreichend zu schützen. Außerdem funktioniert die Zusammenarbeit der Nato-Partner Griechenland und Türkei, deren Beziehungen sehr angespannt sind, an der Seegrenze nicht. Die Grenzschutzbehörde Frontex wiederum hat außerhalb der EU in der Türkei keine exekutiven Befugnisse.

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