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Bürgerkrieg in Syrien In Aleppo werden Wasser, Nahrung und Medikamente knapp

Das Rote Kreuz schlägt Alarm: Die Wasserversorgung im syrischen Aleppo ist zerstört. 50.000 Menschen sollen auf der Flucht sein. Und es können noch viel mehr werden, sagen die Vereinten Nationen.

Der verschärfte Kampf um die nordsyrische Stadt Aleppo hat nach Einschätzung des Roten Kreuzes rund 50.000 Menschen in die Flucht geschlagen. Dies erfordere umgehende Essens- und Wasserlieferungen, teilte die Hilfsorganisation am Mittwoch mit.

Angesichts der zerstörten Versorgungswege sei es schwierig, die Menschen zu erreichen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (ICRC) hat nach eigenen Angaben bereits Lebensmittel für 10.000 Familien und Wasser für 10.000 Menschen vor allem in den Norden der gleichnamigen Provinz Aleppo gebracht. In den kommenden Tagen seien weitere Lieferungen geplant – darunter dann auch Medikamente.

In der Stadt Aleppo gibt es keine reguläre Wasserversorgung mehr. Die verbliebenen Einwohner sind auf rund 100 Verteilstellen angewiesen, an denen unter anderem das Rote Kreuz Wasser ausgibt. Darüber hinaus herrsche Benzinmangel und es gebe Probleme mit der Stromversorgung, teilte die Organisation weiter mit.

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"Die Kämpfe setzen den Menschen stark zu. Die Temperaturen sind extrem niedrig. Die Vertriebenen versuchen, ohne Schutz, Wasser und Nahrung unter sehr gefährlichen Bedingungen zu überleben", sagte die Leiterin der Syrien-Delegation des IKRK, Marianne Gasser in Genf mit.

Einst mit zwei Millionen Einwohnern pulsierende Metropole

Die Vereinten Nationen rechnen sogar damit, dass bis zu 150.000 Zivilisten aus Aleppo fliehen könnten. Zehntausende haben sich bereits zur türkischen Grenze durchgeschlagen. Laut UN sollen noch rund 300.000 Menschen in der Stadt ausharren.

Die Türkei erwartet, dass der jüngste Zustrom an Flüchtlingen eine Million erreichen könnte, sollte die Offensive fortgesetzt werden. Soldaten des Machthabers Baschar al-Assad rücken derzeit mit russischer Luftunterstützung gegen die Rebellen in Aleppo vor.

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Seit zwei Jahren ringen beide Seiten um die Kontrolle der Stadt, die einst mit zwei Millionen Einwohnern die pulsierende Wirtschaftsmetropole des Landes war. Im fünfjährigen Bürgerkrieg in Syrien sind 250.000 Menschen ums Leben gekommen.

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