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Kurden gehen in die Offensive Russland schlägt Waffenruhe in Syrien vor

Moskau meldet kurz vor der Syrien-Konferenz in München, dass man mit den USA über eine Feuerpause spreche. Zeitgleich überrennen Kämpfer der kurdischen YPG einen militärischen Stützpunkt.

Kurdische Kämpfer haben nach Angaben von Aktivisten den Luftwaffenstützpunkt Mannagh in Nordsyrien erobert. Dies berichteten die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und der örtliche Rebellenkommandeur Abdul-Dschabbar Abu Thabet am Donnerstag. Damit nutzen die kurdischen sogenannten Volksverteidigungseinheiten offenbar das Chaos im Norden des Bürgerkriegslands, um ihre eigene Machtposition zu festigen und ihre Enklave Afrin in der Provinz Aleppo auszuweiten.

Syrische Truppen hatten mit russischer Luftunterstützung zuletzt eine große Offensive auf die einstige Millionenstadt Aleppo gestartet. Zehntausende Syrer sind deshalb auf der Flucht und begehren Einlass in die Türkei. Nach Angaben der Beobachtungsstelle flogen auch während des kurdischen Vormarschs augenscheinlich russische Flugzeuge rund 30 Luftangriffe in der Region. Doch hätten die kurdischen YPG-Einheiten den Luftwaffenstützpunkt und das nahe Dorf, das ebenfalls Mannagh heißt, am späten Mittwochabend nach heftigen Gefechten eingenommen.

Konferenz in München

Die dramatische Lage im Bürgerkriegsland Syrien bestimmt die politische Agenda in Europa. Eine Syrien-Konferenz in München soll den festgefahrenen Friedensprozess in Syrien wieder in Gang bringen. Es trifft sich die "International Syria Support Group" (Internationale Syrien-Unterstützergruppe), die erstmals im November 2015 in Wien zusammenkam.

Neben der Arabischen Liga, der Europäischen Union und den Vereinten Nationen sind 17 Länder beteiligt: Ägypten, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, der Irak, der Iran, Italien, Jordanien, Katar, der Libanon, Oman, Russland, Saudi-Arabien, die Türkei, die USA sowie die Vereinigten Arabischen Emirate.

In Brüssel kommt die Anti-IS-Koalition zusammen. Es geht um die Frage, wie der Islamische Staat am wirksamsten bekämpft werden kann.

Mehr zum Thema: In Aleppo werden Wasser, Nahrung und Medikamente knapp

Kurz vor der Syrien-Konferenz in München diskutieren Russland und die USA nach Aussage Moskaus über eine mögliche Waffenruhe. Man führe "sehr wichtige" Gespräche mit Washington, sagte der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin in New York.

Moskau schlägt Feuerpause am 1. März vor

Darunter seien auch Schritte zur Verbesserung der humanitären Notlage in dem Bürgerkriegsland. Mehrere Mitglieder des UN-Sicherheitsrats drängten Russland, die Luftangriffe einzustellen. Die Kämpfe in der Region haben nach Schätzungen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz rund 50.000 Menschen in die Flucht getrieben.

Video: Heftige Kämpfe um Aleppo

 

Moskau hat laut US-Regierungsvertretern eine Feuerpause in Syrien ab dem 1. März vorgeschlagen. Doch habe Washington gefordert, dass die Kämpfe in dem Bürgerkriegsland sofort eingestellt werden müssten, teilten sie mit. Denn die USA vermuteten, dass Russland und die mit ihm verbündete syrische Regierung in den drei Wochen bis zu der  vorschlagenen Waffenruhe versuchen würden, moderate Rebellengruppen zu zerschlagen.
Seit Ende September unterstützt Russland die Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad mit Luftangriffen. Moskau bezeichnet die Intervention als Teil einer Anti-Terror-Kampagne gegen Gruppen wie dem IS. Doch dem Westen zufolge treffen die russischen Angriffe vor allem moderate Gruppen, die gegen Assad und die Terrormiliz kämpfen.

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