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Rheinland Pfalz AfD schiebt sich auf den dritten Platz

Nur noch einen Monat bis zur Landtagswahl: Laut einer neuen Umfrage wird die AfD in Rheinland-Pfalz drittstärkste Partei. Damit wäre die bisherige Koalitionsmöglichkeit blockiert.

Fast einen Monat vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz löst die rechtskonservative Alternative für Deutschland (AfD) die Grünen in einer Umfrage als drittstärkste Kraft ab. Bei der Sonntagsfrage kommt die AfD auf neun Prozent, ein Prozentpunkt mehr als im Januar, während die Grünen einen Punkt verlieren und acht Prozent erreichen, ergab eine Umfrage für das SWR-Politikmagazin "Zur Sache Rheinland-Pfalz!".

Die FDP könnte einen Punkt auf sechs Prozent zulegen. Die CDU hätte mit 37 Prozent wie im Januar die Nase vorn, gefolgt von der SPD mit weiterhin 31 Prozent. Die Linke käme nur noch auf vier Prozent (minus ein Punkt) und wäre wieder nicht im Landtag.

Schwierige Bündnisbildung

Damit wird die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Parteien-Parlament größer. Die Regierungsbildung würde schwierig: Eine Regierungsmehrheit hätten nur noch eine große Koalition unter CDU-Führung oder ein "Jamaika"-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP, was als unrealistisch gilt. Bei anderen Umfragen in den vergangenen Wochen hatte die CDU Punkte verloren.

Seit der Wahl 2011 sind mit SPD, CDU und Grünen drei Parteien im Landtag vertreten. Derzeit regiert eine SPD-Grüne-Regierung. Nach der jüngsten Umfrage würde die AfD erstmals einziehen, die FDP würde wieder drin sein. Gewählt wird am 13. März.

Bei der Frage nach einer Direktwahl der Regierungschefin bricht der Wert von Ministerpräsidentin Malu Dreyer von 53 auf 46 Prozent ein. CDU-Herausforderin Julia Klöckner kann vier Punkte auf 37 Prozent zulegen. Ein Grund für die Veränderungen wird nicht genannt.

Die Rheinland-Pfälzer zeigen sich in der Umfrage weniger zuversichtlich als im Januar. 47 Prozent – drei Punkte weniger – sind der Meinung, die Verhältnisse im Land böten Anlass zur Zuversicht, für 44 Prozent gibt es eher Grund zur Beunruhigung (plus ein Punkt). Die AfD-Anhänger sehen demnach am meisten Anlass zur Beunruhigung.

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