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Studie zum Bürgerkrieg in Syrien Mehr als jeder Zehnte verletzt oder getötet

Das Ausmaß des Leids im syrischen Bürgerkrieg ist unvorstellbar. Laut einer neuen Studie haben fast eine halbe Million Menschen ihr Leben verloren, Millionen wurden verwundet.

Im syrischen Bürgerkrieg sind einer Studie zufolge deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen als bisher angenommen. Insgesamt seien dem Konflikt 470.000 Syrer zum Opfer gefallen, berichtete die britische Zeitung "Guardian" unter Berufung auf das Syrische Zentrum für Politikforschung. Demnach sind 400.000 bei gewaltsamen Auseinandersetzungen getötet worden.

Weitere 70.000 Menschen seien gestorben, weil es etwa an sauberem Wasser, medizinischer Versorgung oder einer angemessenen Unterkunft gefehlt habe. Rund 1,9 Millionen Menschen seien verletzt worden. Damit sind rund elf Prozent der Bevölkerung in dem Krieg getötet oder verwundet worden.

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Die Vereinten Nationen (UN) hatten in einer früheren Schätzung von 250.000 Toten gesprochen. Die UN hätten die Todesfälle niedriger angeben, weil sie während des Konflikts nicht auf ausreichende Informationen im Land zurückgreifen könne, erklärte Rabie Nasser, Autor der Studie, dem "Guardian".

Rund 50.000 Menschen auf der Flucht

Insgesamt, so zitieren die UN die Studie, sei die durchschnittliche Lebenserwartung in Syrien von 79,5 Jahren im Jahr 2010 auf 55,7 Jahre im Jahr 2015 gesunken. Als Grund werden die Gewalt und der Zusammenbruch des Systems angegeben. Rund 13,8 Millionen Syrer hätten nach Angaben der Studie bereits ihre Existenzgrundlage verloren.

Die jüngsten schweren Kämpfe in der Region um die nordsyrische Stadt Aleppo haben nach Informationen des Roten Kreuzes rund 50.000 Menschen auf die Flucht getrieben. Die humanitäre Lage der geflüchteten Männer, Frauen und Kinder sei sehr besorgniserregend, warnte der Regionaldirektor des Roten Kreuzes für den Nahen Osten, Robert Mardini.

Der Direktor des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz erklärte weiter, dass die in Aleppo zurückgebliebenen Menschen ebenso in einer verzweifelten Situation seien. Alle Konfliktparteien müssten den humanitären Helfern uneingeschränkten Zugang zu den Bedürftigen geben. Viele Geflohene harren an der Grenze zur Türkei aus.

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