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Flüchtlingskrise Merkel verteidigt ihre Grenzpolitik mit Sarkasmus

Kanzlerin Angela Merkel will beim EU-Gipfel um offene Grenzen kämpfen. Bei ihrer Festrede zum traditionellen Hamburger Matthiae-Mahl gab sie einen Vorgeschmack in Form eines scharfen Vergleichs.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre Festrede beim traditionellen Hamburger Matthiae-Mahl zu einem vehementen Appell an die Mitgliedsländer der EU genutzt, sich in der Flüchtlingskrise auf eine gemeinsame Lösung zu einigen. Und zwar auf dem von ihr vorgegebenen Weg der Bekämpfung der Fluchtursachen vor Ort. Einer Verschärfung des innereuropäischer Grenzregimes erteilte die Kanzlerin dagegen eine Absage. Mit einem sarkastischen Vergleich.

Es komme in diesen Tagen immer wieder vor, berichtete Merkel den fast 400 Gästen des Matthiae-Mahls, dass Menschen ihr sagten, "dass es auch ein Leben vor Schengen gegeben habe", also vor der Öffnung der innereuropäischen Grenzen. Sie antworte diesen Menschen dann gerne: "Ja, es gab auch ein Leben vor der deutschen Einheit - da waren die Grenzen noch besser geschützt".

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Sie selbst wisse, dass der von ihr eingeschlagene Weg "mühselig" sei. Ihn dennoch zu verfolgen sei aber "eine Frage der Humanität und eine Frage der Zukunft Europas. Merkel bedankte sich bei dem in Hamburg ebenfalls anwesenden britischen Premierminister David Cameron für dessen Engagement bei der Ausrichtung der Syrien-Geber-Konferenz in der vergangenen Woche in London.

Durch die dort zusammen gekommenen Hilfszusagen könne es in diesem Jahr gelingen, dass die Lebensmittelkontingente in den Flüchtlingslagern des Nahen und Mittleren Osten nicht erneut zusammengestrichen werden müssten. Auch sei es möglich, den zahlreichen dort lebenden Kindern zumindest "eine Chance auf Schule" zu ermöglichen.

G-20-Treffen 2017 in Hamburg

Mit Blick auf den in der Flüchtlingskrise wohl entscheidenden EU-Gipfel am kommenden Donnerstag gab Merkel sich optimistisch, dass die EU-Mitgliedsstaaten in der Lage seien, auch in dieser Krise eine gemeinsame Lösung zu finden. "Die Fähigkeit der EU, gemeinsame Antworten zu finden" sei schon immer eine Stärke der Gemeinschaft gewesen. Sie gehe davon aus, dass das auch in diesem Fall gelinge. Das gelte auch für das zweite Schwerpunktthema des Spitzentreffens, das bevorstehende Referendum der Briten über einen Verbleib in der EU.

Merkel kündigte in Abstimmung mit Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz an, dass das nächste Gipfeltreffen der G-20-Staaten im Sommer 2017 in Hamburg stattfinden soll. Hamburg als bekannt weltoffene Stadt sei dafür genau der richtige Ort.

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