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Bürgerkrieg in Syrien Saudi-Arabien sendet düstere Drohung an Russland

Der saudische Außenminister ist sicher, dass Syriens Diktator Assad früher oder später abtreten muss. Und er warnt Russland davor, sich durch dessen Unterstützung die Sunniten zum Feind zu machen.

Saudi-Arabiens Außenminister Adel al-Dschubeir hat einen Rückzug des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad für unausweichlich erklärt. "Der Ausgang in Syrien ist vorherbestimmt. Baschar al-Assad wird es in der Zukunft nicht mehr geben", sagte al-Dschubeir der "Süddeutschen Zeitung". Es könne sich um drei Monate oder drei Jahre handeln, aber "ein Mann, der 300.000 Menschen ermordet, zwölf Millionen vertrieben und ein Land zerstört hat, wird in Syrien keine Zukunft haben".

Der saudiarabische Chefdiplomat warnte Russlands Präsidenten Wladimir Putin vor den Folgen seiner Unterstützung für Assad. "Wir haben die Russen darauf aufmerksam gemacht, dass sie zum Kombattanten eines Religionskrieges werden, wenn sie an der Seite Assads und Irans in diesen Konflikt eingreifen. Das ist sehr, sehr gefährlich." In Russland lebten 20 Millionen sunnitische Muslime. "Will das Land den Eindruck erwecken, dass es an der Seite von Schiiten gegen Sunniten kämpft? Russland hat nichts davon", sagte al-Dschubeir weiter.

Video: "Russland hat einen erheblichen Einfluss auf Assad"

 

Er stellte auch in Abrede, dass die massiven russischen Luftangriffe in Syrien und der Vormarsch der Assad-Truppen auf Aleppo dazu führen könnten, dass Assad im Amt bleibt. Am Ende komme es auf die Entschlossenheit der Syrer an. "Sie lehnen Baschar al-Assad ab, und deswegen werden sie die Stärkeren sein."

Assad hatte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP gesagt, er wolle ganz Syrien zurückerobern. Die Syrien-Kontaktgruppe hatte sich am Freitag auf eine Feuerpause für das Bürgerkriegsland geeinigt, die in dieser Woche in Kraft treten soll. Am Freitag wurde indes weiter gekämpft, nach Angaben der türkischen Regierung flog Russlands Luftwaffe auch weiter Angriffe.

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