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Asylbewerber 2000 Iraker verlassen Deutschland enttäuscht gen Heimat

121.000 Iraker kamen 2015 als Asylbewerber nach Deutschland. Fast alle wurden als Flüchtlinge anerkannt. Trotzdem reisten zuletzt 2000 enttäuscht wieder ab. Die Behörden erfassen auch die Gründe.

Fast 2000 Iraker sind seit dem vergangenen Herbst freiwillig aus Deutschland ausgereist. Das geht aus einem aktuellen, vertraulich gestempelten Papier des Gemeinsamen Analyse- und Strategiezentrums illegale Migration (Gasim) hervor, das der "Welt am Sonntag" vorliegt. Nach den Gründen für die Ausreise befragt, gaben die Iraker an, dass sich die Versprechen von Schleusern in Deutschland nicht erfüllt hätten.

"Häufig wurde die Unzufriedenheit über die Unterbringungssituation, fehlende Arbeitsmöglichkeiten und die daraus resultierende finanzielle Situation sowie die schleppende Bearbeitung des Asylbegehrens zum Ausdruck gebracht", heißt es in dem Bericht. Aber auch familiäre Gründe, etwa eine bevorstehende Hochzeit in der Heimat, seien angeführt worden.

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Exakt 1970 Iraker verließen seit dem 1. September die Bundesrepublik. Das Papier schließt mit der Prognose: "Die Unzufriedenheit der Migranten könnte dazu führen, dass weiterhin irakische Staatsangehörige freiwillig die Bundesrepublik Deutschland verlassen."

Die Ausreisen sind bemerkenswert, da rund 88 Prozent der Iraker einen positiven Bescheid als Asylbewerber erhalten. 2015 wurden mehr als 121.000 Iraker in den Bundesländern untergebracht.

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