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Umstrittenes Geschäft Russland will Raketen in den Iran liefern

Nach dem Ende der Iran-Sanktionen rückt der Vollzug des ersten Rüstungsgeschäfts näher. Moskau will mit der Lieferung von S-300-Luftabwehrraketen beginnen. Dies stößt im Westen auf heftige Kritik.

Russland wird nach eigenen Angaben in Kürze mit der Lieferung des Raketenabwehrsystems S-300 an den Iran beginnen. Dies kündigte das Verteidigungsministerium am Montag laut der Nachrichtenagentur RIA an. Die Islamische Republik habe auch Interesse am weiterentwickelten S-400-Model angemeldet. Verhandlungen darüber gebe es derzeit aber nicht.

Ein Abkommen über die Lieferung der Abwehrraketen hatte Moskau 2010 eingefroren. Die Entscheidung wurde damals mit UN-Sanktionen in Verbindung gebracht.

Video: Das ist die Einkaufsliste des Iran 

Die Lieferung des S-300-Systems stößt insbesondere in den USA und Israel auf Ablehnung. Sie argumentieren, die Raketen könnten zum Schutz der iranischen Atomanlagen eingesetzt werden. Israel sieht sich vom Iran bedroht und hält sich deswegen Luftangriffe auf iranische Atomanlagen als Option offen. Die wegen des iranischen Atomprogramms verhängten internationalen Sanktionen waren im Januar weitgehend aufgehoben worden.

Iran will Syriens Luftabwehr unterstützen

Unterdessen bot Teheran der syrischen Regierung Unterstützung bei der Luftabwehr an. "Wir werden Syrien in vollem Umfang helfen, wenn die syrische Regierung um Hilfe bittet", sagte der für Luftverteidigung zuständige iranische General Farsad Esmaili der halbamtlichen Agentur Tasnim. Allerdings werde solche Hilfe nur in einer "beratenden" Funktion zur Verfügung gestellt, hieß es in einer Meldung vom Sonntag.

Der Iran ist ein enger Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Dieser erhält von dort Waffen, Geld und militärische Berater. Teheran bestreitet, dass es Kampftruppen in das Bürgerkriegsland entsandt hat. Mehrere iranische Soldaten – darunter auch höhere Offiziere – sind jedoch auf syrischen Schlachtfeldern getötet worden.

Es ist das erste Mal, dass der Iran auch Luftverteidigungskapazitäten in Aussicht stellt. Zuvor hatten die Assad-Gegner Türkei und Saudi-Arabien erklärt, sie seien offen dafür, Bodentruppen für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat nach Syrien zu schicken.

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