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Norbert Röttgen attackiert Kremlchef "Putin wird dafür bezahlen müssen"

Verbaler Rundumschlag von Norbert Röttgen: Der CDU-Außenpolitiker hat Kremlchef Wladimir Putin scharf attackiert. Russland wolle eine politische Vorherrschaft im Mittleren Osten übernehmen.

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat das Auftreten des russischen Premierminister Dmitri Medwedjew und des russischen Außenministers Sergei Lawrow auf der Münchener Sicherheitskonferenz scharf kritisiert.

"Die Drohgebärden der beiden sollen Angst erzeugen und uns starr werden lassen. Sie haben das politische Ziel, die eigene kriegerische Tätigkeit in Syrien vor Einmischung von außen zu schützen", erklärte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses in der Sendung "Unter den Linden" im Fernsehsender Phoenix.

Russland warne vor einer Eskalation, die man selbst auslöse. "Es ist die Taktik der Russen, mit rücksichtslosem Einsatz militärischer Gewalt in Syrien Fakten am Boden zu schaffen, um sich in eine bessere Verhandlungsposition zu bringen", war der CDU-Politiker überzeugt.

Mit dem russischen Vorgehen werde zudem der Islamische Staat in der Region gestärkt, der sich als Verteidiger sunnitischer Interessen präsentieren könne.

Man müsse konstatieren, dass Russland derzeit eine politische Vorherrschaft im Mittleren Osten übernehme, doch werde Moskau langfristig mit dieser Art Politik Schaden nehmen: "Putin wird dafür bezahlen müssen", glaubte Röttgen, der zudem sicher war, dass die anhaltenden Flüchtlingsströme nach Europa für Russland ein "willkommener Nebeneffekt" seien.

Norbert Röttgen ist seit 2014 Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses. (Foto: DPA)

Röttgen: "Russland geht es um das bewusste Töten"

Vor wenigen Tagen hatte Röttgen gegenüber der "Welt" bereits scharfe Kritik an den russischen Luftangriffen in Syrien geäußert. "Es ist die Realität russischer Machtpolitik: ein brutaler, menschenverachtender Zynismus. Und ja, auch der Tatbestand eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit ist erfüllt", hieß es in dem Interview.

Putin ginge es um das "bewusste Töten von Menschen". Zuvor hatte schon Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Russland vorgeworfen, Zivilisten zu bombardieren und damit auch die Friedensgespräche zu erschweren. Der Kreml wies diese Kritik als unbewiesene Behauptung zurück.

 

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