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Nach Vereinsverbot Razzia gegen Salafisten-Szene in Bremen

220 Polizisten sind in den frühen Morgenstunden zu Razzien in Bremen ausgerückt. Sie durchsuchten zahlreiche Wohnungen und Vereinsräume. Die Stadt hatte zuvor einen Salafisten-Verein verboten.

Razzia in Bremens Salafisten-Szene: Die Polizei hat mit 220 Beamten zahlreiche Wohnungen in der Hansestadt durchsucht. Hintergrund ist eine von Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) erlassene Anordnung, mit der der Islamische Förderverein Bremen e.V. verboten wurde. Dabei handele es sich um den Nachfolgeverein des bereits im Dezember 2014 verbotenen salafistischen Kultur- und Familienvereins (KuF). Ehemals leitende Mitglieder sind auch bei dem neuen Verein in führenden Positionen.

Durchsucht wurden die Vereinsräume und zwölf Wohnungen in der Hansestadt sowie eine Werkstatt in Delmenhorst. Auch die Polizei bestätigte die Aktion, die um 6.00 Uhr begann. Dabei wurden Computer, Festplatten und Telefone beschlagnahmt. Nach Waffen suchten die Spezialkräfte nicht, wie Mäurer berichtete. Vielmehr sei es den Ermittlern darum gegangen, Quellen und Netzwerke der Salafisten aufzudecken. 

Salafisten-Hochburg Bremen

Bremen gilt als eine Hochburg der Salafisten, die zu der radikal-islamischen Szene gehören. Der Verein KuF war verboten worden, weil Mitglieder auf Seiten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in den Kampf nach Syrien gezogen waren.

Die Bremer Islamisten-Szene war bereits im Februar 2015 mit einem gegen sie gerichteten massiven Anti-Terroreinsatz in den Schlagzeilen. Allerdings hatte sich damals der Terrorverdacht nicht bestätigt. Eine Durchsuchung des Islamischen Kulturzentrums (IKZ) wurde später vom Bremer Landgericht als rechtswidrig eingestuft.

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