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Südchinesisches Meer China stationiert Raketen auf umstrittener Insel

China schafft weiter Fakten im Südchinesischen Meer. Auf einer auch von Vietnam und Taiwan beanspruchten Insel installierte Peking laut USA ein Luftabwehrsystem mit einer 200-Kilometer-Reichweite.

China hat einem Medienbericht zufolge ein modernes Raketensystem auf einer auch von Vietnam und Taiwan beanspruchten Insel im Südchinesischen Meer stationiert. Auch eine Radaranlage sei auf Woody Island aufgebaut worden, meldete der US-Sender Fox News unter Berufung auf Satellitenaufnahmen der zivilen Firma ImageSat International.

Die Raketen seien in den vergangenen Tagen auf der Insel eingetroffen. Ein US-Regierungsvertreter habe die Exaktheit der Aufnahmen bestätigt. Demnach zeigten die Bilder offenbar das HQ-9-Luftabwehrsystem. Dieses habe eine Reichweite von 200 Kilometern und könne eine Bedrohung für zivile wie militärische Flugzeuge darstellen.

Die Territorialstreitkeiten im Südchinesischen Meer waren auch einer der Schwerpunkte eines Gipfeltreffens in den USA, an dem neben Präsident Barack Obama die Staats- und Regierungschefs der Asean-Gruppe teilnahmen. Sie plädierten zum Abschluss des Treffens im kalifornischen Rancho Mirage für eine friedliche Lösung der Konflikte.

China wird auf dem Asean-Treffen nur indirekt erwähnt

Zum Abschluss seines Gipfels mit den zehn Ländern des Asean-Staatenbundes in Kalifornien sagte der amerikanische Staatschef, die Dispute müssten mit rechtlichen Mitteln gelöst werden.

Die südostasiatischen Staaten beobachten mit Sorge, wie die Territorialansprüche Chinas im Südchinesischen Meer wachsen. Die Philippinen etwa haben einen Fall vorgebracht, in dem die chinesischen Ansprüche in Zweifel gezogen werden. Peking hat sich geweigert, an dem Verfahren teilzunehmen. Doch Obama sagte, das im Laufe dieses Jahres erwartete Urteil müsse von allen Parteien, die dem Seerecht der Vereinten Nationen unterliegen, respektiert werden.

Obama hat die zehn Asean-Mitgliedsstaaten erstmals in die USA zu einem solchen Gipfel eingeladen. In einer gemeinsamen Erklärung nach den zweitägigen Beratungen erwähnten Obama und die Bündnisstaaten China allerdings nicht direkt. Zu dem Staatenbund gehören Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam.

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