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Syrien-Konflikt Barack Obama wirft Putin "strategischen Fehler" vor

US-Präsident Barack Obama kritisiert Russlands Vorgehen in Syrien scharf. Die Meinungsverschiedenheiten mit Wladimir Putin spielt er runter, kann sich einen Seitenhieb aber nicht verkneifen.

US-Präsident Barack Obama hat deutliche Kritik an der Strategie Russlands im Syrien-Konflikt geübt. Das gemeinsame Vorgehen mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad habe Moskau vielleicht kurzfristige Erfolge gebracht, tatsächlich handele es sich aber um einen strategischen Fehler, sagte Obama im kalifornischen Rancho Mirage.

Möglicherweise denke Russlands Präsident Wladimir Putin, er könne sich eine dauerhafte militärische Besetzung Syriens leisten. Dies werde aber "ziemlich kostspielig".

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Zudem seien noch drei Viertel des Landes nicht unter der Kontrolle der Assad-Truppen, sagte Obama weiter. Dies werde sich "auch so bald nicht ändern". Die von der internationalen Kontaktgruppe geforderte Waffenruhe binnen einer Woche werde nur sehr schwer zu erreichen sein, sagte Obama. Dafür habe es zu viel "Blutvergießen" gegeben.

Es gehe darum, die humanitäre Krise zu beenden, den Beschuss von Krankenhäusern und Schulen, den Strom von Flüchtlingen einzudämmen und Syrien nicht mehr zum sicheren Hafen für Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu machen.

"Und da ist nichts zu sehen, von dem, was in den vergangenen Wochen passierte, das zu einer Lösung dieser Fragen beitragen würde", sagte Obama.

Obama: "Es geht hier nicht um einen Wettbewerb"

Er forderte Russland erneut zu einer Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten und weiteren Ländern auf, um eine politische Transformation in Syrien zu erwirken. "Es geht hier nicht um einen Wettbewerb zwischen Putin und mir", sagte Obama zu seinen Meinungsverschiedenheiten mit dem russischen Präsidenten.

US-Außenamtssprecher Mark Toner machte am Dienstag erneut Russland für die Angriffe auf Krankenhäuser in der Region Aleppo vom Montag verantwortlich.

Der Kreml weist die Vorwürfe kategorisch zurück und gibt seinerseits der US-geführten internationalen Koalition die Schuld. Bei Angriffen auf Kliniken und Schulen in Aleppo und Idlib waren nach UN-Angaben fast 50 Zivilisten getötet worden.

Russland fliegt seit Ende September zur Unterstützung der syrischen Armee Luftangriffe auf Dschihadisten und andere Rebellen in Syrien. Die US-geführte internationale Koalition fliegt ihrerseits bereits seit Herbst 2014 Luftangriffe auf Stellungen des IS im Irak und in Syrien.

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