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Umstrittene Anti-Raucher-Kampagne Russland macht Barack Obama zum Massenmörder

Ein Werbeplakat für eine Nichtraucherkampagne in Moskaus Straßen sorgt für Aufruhr. Es zeigt US-Präsident Obama beim Paffen einer Zigarette - und trägt eine kontroverse Botschaft.

Rund 110 000 Menschen sind es, die jährlich allein in Deutschland an den direkten Folgen des Rauchens sterben. Das besagen Zahlen der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler. Eine Kampagne zur Raucherprävention in Russlands Hauptstadt Moskau hat eine griffigere Formulierung gefunden, um die Gefahren des Tabakkonsums zu verdeutlichen.

"Rauchen tötet mehr Menschen als Obama", heißt es auf einem Plakat an einer Bushaltestelle, das den US-Präsidenten beim Qualmen zeigt, mit dem Zusatz: "Obwohl er viele, viele Menschen tötet." Weiter werden Passanten gewarnt: "Rauche nicht, sei nicht wie Obama."

Diese sehr spezielle Nichtraucherkampagne hat der liberale Abgeordnete Dmitry Gudkov auf seiner Facebook-Seite dokumentiert und zeigt sich "beschämt, dass so etwas in Russlands Hauptstadt ausgestellt wird." Sein Facebook-Eintrag wurde hundertfach geliked, kommentiert und weiter verbreitet - sowohl von Leuten, die seine Empörung teilen, als auch von Nutzern, die Barack Obama als Massenmörder verurteilen.

Der britischen Tageszeitung "The Guardian" prophezeite der Abgeordnete, dass Leute ihren Kindern bald mit Obama "statt mit Hexe Baba Yaga" Angst einjagen würden. Das Blatt wies in seinem Artikel auf ein Video hin, das derzeit im Netz zirkuliert. "Stop Obama" zeigt dutzende russische Studenten, die sich wie leblos zu Boden werfen, bis nur eine junge Frau zu sehen ist, die den US-Präsidenten mit einem Schild beschuldigt "875 Menschen pro Woche" zu töten.

Weiter berichtet das Blatt, das russische Studenten zuvor auf YouTube an die UNO appelliert hätten, Obama dafür zu bestrafen, "tausende Leben" genommen zu haben. Einer von ihnen war laut dem "Guardian" als Redakteur einer Zeitschrift identifiziert worden, die der Jugendorganisation der Regierungspartei "Einiges Russland" angehört.

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