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Lech Walesa Geheimdienst-Dokumente belasten Polens Ex-Präsident

Der polnische Ex-Präsident Lech Walesa soll für den Geheimdienst gearbeitet haben. Dem Institut für Nationales Gedenken liegt seine Verpflichtungserklärung vor. Walesa spricht von einer Fälschung.

Neu entdeckte Dokumente sollen eine Spionagetätigkeit des früheren polnischen Präsidenten und Chefs der Gewerkschaft Solidarnosc, Lech Walesa, für den kommunistischen Geheimdienst belegen. Es sei "eine handschriftliche Zusage zur Zusammenarbeit" entdeckt worden, unterschrieben mit "Lech Walesa" und dem Tarnnamen "Bolek", teilte der Chef des polnischen Instituts für Nationales Gedenken (IPN), Lukasz Kaminski, mit. Auch lägen Quittungen über Honorarzahlungen vor. Die Unterschrift Walesas sei authentisch. 

Walesa, der sich derzeit im Ausland aufhält, wies die Anschuldigungen umgehend zurück. "Es können keine von mir stammenden Dokumente vorliegen", erklärte er. Er werde sich juristisch gegen die neuerlich erhobenen Vorwürfe wehren. Walesa war in kommunistischer Zeit Anführer der Gewerkschaft Solidarnosc und wurde 1990 (bis 1995) erster demokratisch gewählter Präsident Polens.

Gericht sprach Walesa 2000 frei

Im Jahr 2000 war der Friedensnobelpreisträger von einem Gericht vom Vorwurf der Spitzeltätigkeit freigesprochen worden. Ihm war damals vorgeworfen worden, in den 70er Jahren Werftkollegen für die kommunistische Geheimpolizei SB bespitzelt zu haben. Das Institut für Nationales Gedenken ist das polnische Pendant der deutschen Stasi-Unterlagen-Behörde.

Walesa gilt als Kritiker der seit Oktober regierenden neuen nationalkonservativen Regierung und des Chefs der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jaroslaw Kaczynski. Im Dezember warnte der Freiheitsheld angesichts der gesellschaftlichen Spannungen vor einem "Bürgerkrieg" in Polen. Kaczynskis später verstorbener Bruder, der damalige Präsident Lech Kaczynski, hatte 2008 Walsea persönlich Spionage vorgeworfen.

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