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Historischer Besuch Barack Obama reist im März nach Kuba

US-Präsident Barack Obama hat eine historische Reise angekündigt. Als erster amerikanischer Staatschef seit 88 Jahren wird er im März nach Kuba fliegen.

US-Präsident Barack Obama wird Ende März zu einem historischen Besuch nach Kuba fliegen. Obama und seine Ehefrau Michelle würden am 21. und 22. März im Zuge einer Lateinamerikareise den Karibikstaat besuchen, teilte das Weiße Haus in Washington am Donnerstag mit. Der republikanische Politiker Marco Rubio kritisierte die Reise, weil in Kuba noch immer ein "repressives Regime" herrsche.

Obama kündigte an, er werde bei dem Besuch auch die Menschenrechtslage in dem kommunistischen Staat ansprechen. "Nächsten Monat werde ich nach Kuba reisen, um unsere Bemühungen voranzutreiben, das Leben des kubanischen Volkes zu verbessern", schrieb Obama auf Twitter. Seit der Ankündigung zur Normalisierung der Beziehungen im Dezember 2014 habe es "bedeutende Fortschritte" gegeben.

"Wir haben noch immer Differenzen mit der kubanischen Regierung, die ich direkt zur Sprache bringen werde", betonte Obama. "Amerika wird in der Welt immer für die Menschenrechte einstehen." Laut seinem Büro wird Obama bei dem Besuch auch "Vertreter der Zivilgesellschaft, Unternehmer und Kubaner unterschiedlicher Richtungen" treffen.

Botschaft wiedereröffnet

Obama und der kubanische Präsident Raúl Castro hatten nach monatelangen geheimen Verhandlungen Ende Dezember 2014 die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen angekündigt. Im August reiste US-Außenminister John Kerry dann nach Havanna, um die US-Botschaft wiederzueröffnen. Zugleich wurde die kubanische Botschaft in Washington wieder eröffnet.

Seit der historischen Ankündigung von Dezember 2014 traten Reise- und Handelserleichterungen in Kraft, zudem strichen die USA Kuba von ihrer Liste der Terrorstaaten. US-Bürger dürfen Kuba aber weiterhin nur mit einer Sondergenehmigung besuchen, rein touristische Reisen sind verboten. Dafür müsste der US-Kongress das 1962 unter US-Präsident John F. Kennedy verhängte Embargo aufheben.

Obama wird der erste US-Präsident seit fast 90 Jahren sein, der die Karibikinsel besucht. Zuletzt hatte 1928 Calvin Coolidge als amtierender US-Präsident Kuba besucht - lange vor der Machtübernahme durch Revolutionsführer Fidel Castro im Jahr 1959 in Kuba. Hunderttausende Kubaner wanderten nach der Revolution in die USA aus, viele von ihnen lehnen die derzeitige Annäherung ab.

Kritik von Republikanern

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Marco Rubio, dessen Eltern aus Kuba stammen, kritisierte die Entscheidung Obamas. In Kuba sei ein "repressives Regime" an der Macht, das keine Wahlen zulasse, sagte Rubio dem US-Nachrichtensender CNN. Seit der Eröffnung der US-Botschaft in Havanna habe sich in Kuba nichts zum Besseren gewandelt, kritisierte Rubio.

Am Dienstag hatten die USA und Kuba in Havanna ein Luftverkehrsabkommen unterzeichnet, das langfristig bis zu 110 Flüge täglich zwischen beiden Ländern erlaubt. Damit soll es ab dem Sommer nach mehr als 50 Jahren wieder einen regulären Flugverkehr zwischen beiden Ländern geben.

Von Kuba reist Obama weiter nach Buenos Aires, wo er am 23. und 24. März Argentiniens neuen konservativen Präsidenten Mauricio Macri treffen wird. 

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