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Per Zug an die Grenze Balkanländer vereinbaren Flüchtlingstransport Richtung Deutschland

Die Länder der Balkanroute haben sich auf einen gemeinsamen Transport von Flüchtlingen Richtung Deutschland geeinigt. Kontrollen soll es nur noch in Mazedonien geben.

Die Länder der sogenannten Balkanroute wollen die Flüchtlinge nach einer Erstkontrolle in Mazedonien künftig gemeinsam in Richtung Deutschland transportieren. Das verabredeten die Polizeidirektoren Mazedoniens, Serbiens, Kroatiens, Sloweniens und Österreichs am Donnerstag in Zagreb. Ab sofort werden Flüchtlinge nur noch an der mazedonisch-griechischen Grenze erkennungsdienstlich behandelt, beschrieb der kroatische Polizeichef Vlado Dominic das neue Grenzregime.

Von der mazedonischen Grenzstadt Gevgelija gehe ihre Reise dann organisiert mit der Eisenbahn ins südserbische Presevo. Die nächsten Stationen seien Sid in Nordserbien, Dobova in Slowenien und schließlich Spielfeld in Österreich. Von dort würden sie schließlich nach Deutschland gebracht. Die jeweiligen nationalen Eisenbahngesellschaften übernähmen den Transport, hieß es weiter.

Durchreisen dürfen nach dem neuen Abkommen nur noch Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Eine Begrenzung ihrer Zahl gebe es bisher allerdings nicht. Alle anderen werden abgewiesen und müssen in die sogenannten Hotspots in Griechenland oder in der Türkei zurückkehren, erläuterte Dominic die Verabredung.

Reaktion auf Österreichs Kontingente

Dem entgegen steht eine Verabredung, die bei einem Treffen mit EU-Gipfelchef Donald Tusk und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am späten Mittwochabend in Brüssel getroffen wurde. Dort sagten die Staaten des Westbalkans sowie Slowenien zu, in der Flüchtlingskrise Alleingänge zu vermeiden. Sie würden jedoch auf Entscheidungen von Nachbarländern reagieren, sagten die Regierungschefs von Kroatien, Slowenien, Serbien und Mazedonien EU-Kreisen zufolge.

Bei dem Treffen kritisierten die Regierungschefs die "einseitige Entscheidung" Österreichs, die Zahl der Flüchtlinge zu begrenzen; das berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA unter Berufung auf EU-Quellen. "Slowenien ist ein Opfer Österreichs", hieß es demnach.

Die Regierung in Wien hatte zuvor angekündigt, die Zahl der Asylanträge an der Grenze auf 80 pro Tag zu begrenzen. Die Zahl der Flüchtlinge, die in Richtung Deutschland durchreisen dürfen, setzte sie auf täglich 3200 fest. Österreichs südlicher EU-Nachbar Slowenien gab daraufhin bekannt, ebenfalls die Zahl der Flüchtlinge zu begrenzen und sich dabei im Rahmen der Quoten zu bewegen, die Österreich festgelegt hat. 

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