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Neue Sanktionen gegen Nordkorea USA erhöhen den Druck auf Kim Jong-un

Ein Raketen- und ein Atomtest in Nordkorea haben Folgen: US-Präsident Barack Obama will das verarmte Land mit Sanktionen maßregeln. Die Wirtschaft in Kim Jong-uns Reich steht am Abgrund.

Im Atomstreit mit Nordkorea verschärfen die USA ihre Strafmaßnahmen. Präsident Barack Obama unterzeichnete am Donnerstag ein Gesetz über neue Sanktionen gegen den kommunistischen Staat. Hintergrund ist ein Atomtest Nordkoreas im Januar und der Start einer Rakete vor knapp zwei Wochen.

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Der Westen sieht beides als Verstoß gegen UN-Resolutionen. Im Weltsicherheitsrat stecken die USA und China gerade in heiklen Verhandlungen über neue internationale Sanktionen. China galt lange als enger Verbündeter von Pjöngjang, ging aber zuletzt etwas auf Distanz. Dennoch äußert sich Peking besorgt, dass weitere Strafmaßnahmen die Wirtschaft Nordkoreas zerstören könnten.

Furcht vor Langstreckenrakete

Von dem Raketenstart fühlen sich sowohl der US-Verbündete Südkorea als auch die USA selbst bedroht. Sie befürchten, es handele sich um den Test einer Langstreckenrakete, die mit einem Atomsprengkopf bestückt werden und amerikanisches Festland erreichen könnte. Nordkorea betont hingegen, es habe sich um eine Weltraumrakete gehandelt, die einen Satelliten abgesetzt habe.

Der US-Kongress hatte das Gesetz über weitere Strafmaßnahmen gegen Nordkorea vor wenigen Tagen beschlossen. Es sieht vor, dass die USA Geldströme kappen, die das kommunistisch regierte Land zum Bau kleiner Atomsprengköpfen zum Bestücken von Langstreckenraketen nutzen könnte.

Außerdem hat der Kongress für die nächsten fünf Jahre 50 Millionen Dollar (44,5 Millionen Euro) für Radiosendungen frei gegeben, die nach Nordkorea ausgestrahlt werden sollen. Mit dem Geld sollen auch Kommunikationsmittel angeschafft und humanitäre Hilfsorganisationen unterstützt werden.

Streit mit Nordkorea um Atomprogramm

Das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm ist seit Jahren ein internationaler Streitpunkt und Anlass zur Sorge für den Westen. Pjöngjang verfügt nach Einschätzungen aus dem Ausland über mehrere Atombomben. Internationale Gespräche zwischen Nordkorea sowie den USA, Japan, Russland, China und Südkorea wurden 2009 ausgesetzt. Versuche, sie wieder aufzunehmen, waren bislang erfolglos.

Im Westen wird darüber spekuliert, dass Pjöngjang sich mit der Fortsetzung des riskanten und teuren Rüstungsprogramms in eine Position bringen will, wo es wirtschaftliche Zugeständnisse aushandeln kann. Machthaber Kim Jong Un gilt aber auch als kaum berechenbar. Zuletzt eskalierte auch der Konflikt zwischen Nord- und Südkorea. Der gemeinsam betriebene Industriepark Kaesong wurde fürs erste geschlossen.

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