Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Dutzende Tote USA bombardieren IS-Trainingslager in Libyen

Die USA greifen die IS-Terrormiliz nun auch in Libyen an. Bei einem Luftangriff gab es bis zu 40 Tote. Einem Bericht zufolge zielte der Schlag auf den Drahtzieher von zwei Terroranschlägen.

Die USA haben in der Nacht zum Freitag Luftangriffe auf mehrere Ziele in Libyen geflogen und dabei ein Trainingslager der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getroffen. Dies bestätigte ein Regierungsvertreter in Washington der Nachrichtenagentur AP. Auch ein hoher IS-Funktionär sei getötet worden.

Wie die Nachrichtenagentur AFP meldet, galt der Angriff mutmaßlichen Kämpfern des IS und einem Dschihadisten aus Tunesien, der im vergangenen Jahr an zwei Anschlägen in dem Nachbarland beteiligt gewesen sein soll. Nach Angaben der "New York Times" handelte es sich bei dem Mann um Noureddine Chouchane. Er soll hinter den Attentaten auf ein Museum und an einem Strand in Tunesien gesteckt haben.

Der Bürgermeister der westlibyschen Stadt Sabratha, Hussein al-Thwadi, sagte, die Flugzeuge seien gegen 3.30 Uhr Ortszeit gekommen und hätten ein Gebäude im Stadtbezirk Kasr Talil bombardiert, in dem ausländische Arbeiter gewohnt hätten. 41 Menschen seien dabei getötet und sechs verletzt worden, zitiert ihn ie Nachrichtenagentur Reuters. Die Opferzahlen konnten von anderer Seite nicht bestätigt werden.

Sabratha liegt nahe der Grenze zu Tunesien und gilt im Westen auch als ein Gebiet, in dem die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) präsent ist. Tunesische Sicherheitskräfte gehen davon aus, dass IS-Kämpfer aus ihrem Land in Lagern bei Sabratha ausgebildet worden seien.

Zwei Parlamente werden von eigenen Milizen unterstützt

Fast fünf Jahre nach dem Sturz des langjährigen Diktators Muammar al-Gaddafi mit Unterstützung westlicher Staaten herrscht in Libyen Chaos. Interne Konflikte und bewaffnete Auseinandersetzungen verhindern den Übergang zu einer stabilen Demokratie. Der Staat ist praktisch zerfallen.

Es haben sich zwei konkurrierende Regierungen und zwei Parlamente mit Sitz in Tripolis und in Tobruk gebildet, die beide in ihren jeweiligen Machtbereichen von eigenen Milizen gestützt werden. Die Terrormiliz IS hat im Norden größere Gebiete erobert und versucht eine Expansion zu Ölfördergebieten im Süden. Dazu kommen weitere Milizen in anderen Regionen.

Die Vereinten Nationen versuchen bisher vergeblich, das Land zu stabilisieren. So wurde eine Vereinbarung über die Bildung einer Einheitsregierung der beiden rivalisierenden Regierungen vermittelt, die jedoch bisher nicht zustande kam. Extremisten wie der IS nutzen die Lage zum Ausbau ihres Einflusses.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Für diese Seite sind keine Kommentare vorgesehen.
 
Seit Februar steht dem Bundeskriminalamt eine speziell entwickelte Software zur Verfügung, um die Kommunikation von Tatverdächtigen auf PC und Laptops auszuspähen. Nun soll diese auch für Smartphones und Tablets anwendbar werden. Foto: Silas Stein/Symbol
Online-Durchsuchungen
Medien: Bundestrojaner auch für Smartphones und Tablets
Der schleswig-holsteinische Umwelt- und Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis90/Die Grünen).
Hoffnungsträger der Grünen
"Wenn die Kanzlerin nicht handelt, müssen wir es machen"
Der Marienplatz in der Schweriner Innenstadt.
Kriminalpolizei ermittelt
30 Deutsche greifen zehn Migranten in Schwerin an
Fälschlicherweise für eine Waffe gehalten. In Südkalifornien haben Polizisten einen unbewaffneten psychisch Kranken erschossen, weil sie dessen E-Zigarette für eine Schusswaffe hielten. Foto: San Diego County District Attorn
Nach Tod eines Schwarzen
US-Polizei zeigt Video von Todesschüssen in El Cajon
Die CDU-Abgeordnete Bettina Kudla wurde für die Verwendung eines Nazi-Propagandabegriffs auch in der Union massiv kritisiert.
CDU-Politikerin vor dem Aus
Bettina Kudla hat "keinen Schuss mehr frei"
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig. Foto: Jens Büttner
CDU-Debatte
Schwesig ruft Männer zum Kampf gegen Sexismus auf
Für Georgien ist die Papst-Visite ein wichtiges Signal im Streit um die abtrünnigen Gebiete Abchasien und Südossetien. Foto: Zurab Kurtsikidze
Georgien-Reise
Papst Franziskus ruft Südkaukasus zu Frieden auf
Peter Tauber.
Besuch bei der Basis
Tauber bricht sein Schweigen - ein ganz kleines bisschen
Die SPD-Generalsekretärin, Katarina Barley spricht sich für Außenminister Frank-Walter Steinmeier aus.
SPD-Kandidat?
Barley schlägt Steinmeier als Bundespräsidenten vor
SPD-Bundesministerin Schwesig: "Sexismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem".
Sexismus-Debatte
Schwesig ruft Männer zu Kampf gegen Altherrenwitze auf
Marode Gebäude, undichte Dächer, schlechte Ausstattung für die Schüler. Der Investitionsbedarf an Schulen ist groß. Foto: Oliver Berg/Archiv
Neun-Milliarden-Programm
SPD fordert Modernisierung maroder Schulen
CSU-Politiker Markus Söder findet, es sei unfair, jemanden, der noch nie in die Sozialkassen eingezahlt habe, alle Leistungen zukommen zu lassen.
Söder will Leistungskürzungen
"Die Flüchtlingskosten können doch nicht so bleiben"
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller. Durch das Ministeriumsprogramm «Cash For Work» sind im Nahen Osten knapp 34 000 neue Stellen entstanden. Foto: Monika Skolimowska
Knapp 34 000 neue Stellen
Bundesregierung schafft Jobs in Krisenregion um Syrien
Präsident Erdogan hat die Schließung von 23 Radio- und Fernsehsendern angeordnet, darunter der Sender IMC. Dessen Chefredakteur Eyüp Burc bezeichnet das Vorgehen Erdogans als Putsch.
Recep Tayyip Erdogan
"Ein autoritäres System wird gerade errichtet"
Außenminister Frank-Walter Steinmeier bei der Gerneraldebatte der UN in New York. Seine Parteichefin hat ihn nun für das Amt des Bundespräsidenten vorgeschlagen. Foto: Justin Lane
Generalsekretärin der SPD
Steinmeier wäre hervorragender Bundespräsident
In einem Interview betonte Angela Merkel, ihrer politischen Linie treu zu bleiben.
Merkel zur Flüchtlingskrise
"Habe meine Politik nicht geändert, sondern Politik gemacht"
Die rund zwei Tonnen schweren Blöcke dienen als Barriere zur Sicherheit am Tag der Deutschen Einheit 2016 und sollen nach dem Anschlag in Nizza Ähnliches in Dresden verhindern. Foto: Sebastian Kahnert
26 Jahre deutsche Einheit
Merkel: Seit Wiedervereinigung "viel geschafft"
Rechtsextreme und Hooligans in der Kölner Innenstadt: Die Gewaltbereitschaft nimmt zu.
Gewalt gegen Politiker
Hass regiert die extrem aufgeheizte politische Debatte
Der Leserbrief erschien in der Wochenend-Ausgabe der SZ mit der Überschrift "Unsägliches Gejammere".
Opa geht viral
"Wir schaffen auch die AfD, wenn wir nur wollen"
Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch lehnen ein Spitzenquartett zusammen mit den Parteichefs Katja Kipping und Bernd Riexinger ab. Foto: Bernd Settnik/Archiv
Widerstand gegen Wagenknecht
Linke will strittige Kandidaten-Frage noch nicht lösen