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Flüchtlingskrise auf dem Balkan Serbien schließt Grenze zu Mazedonien

Serbien hat seine Grenze zu Mazedonien vorübergehend für Flüchtlinge geschlossen. Hintergrund ist offenbar, dass Kroatien den Weitertransport eingestellt hat.

Die Länder entlang der Balkanroute begrenzen nach der Einführung von Obergrenzen für Flüchtlinge in Österreich die Passage über ihre Grenzen. Serbien schloss am Freitag nach Medienberichten vorübergehend Übergänge zu Mazedonien. Als Folge habe Mazedonien seine Grenze zu Griechenland zeitweise dicht gemacht, hieß es in diesen Berichten weiter. Die griechische Regierung kritisierte die fortgesetzte Weigerung vieler EU-Staaten zur Aufnahme von Flüchtlingen unterdessen scharf.

Die Grenze sei nicht generell geschlossen, erklärte das serbische Innenministerium. Es werde vielmehr das am Vortag zwischen Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien und Mazedonien verabredete neue Grenzregime angewendet. Demnach werden alle Migranten zurückgeschickt, die keine Registrierung von der mazedonisch-griechischen Grenze vorweisen können.

Der nördliche Nachbar Kroatien habe den bisher üblichen Weitertransport von Flüchtlingen und Migranten vom nordserbischen Sid in Richtung Slowenien eingestellt, wurde die Grenzschließung zuvor in serbischen Medien begründet. In der Stadt Sid an der Grenze zu Kroatien stauten sich die Menschen.

"Das schwarze Loch für Migranten"

Der Bau eines Zaunes entlang der griechischen Nordgrenze könne dazu führen, dass Hunderttausende Migranten und Flüchtlinge in Griechenland steckenbleiben, sagte der für Bürgerschutz zuständige Vize-Minister Nikos Toskas im griechischen Fernsehen Skai. "Einige haben die europäischen Werte noch nicht verinnerlicht und wollen nur Einwohner mit einer (mit weißer) Hautfarbe haben", sagte er. Griechenland werde etwa 50.000 Migranten aufnehmen können. Mehr könne das Land nicht ertragen. "Wir werden nicht das Schwarze Loch (für Migranten) werden und alle anderen schauen zu."

Die griechische Küstenwache und die europäische Grenzschutzagentur Frontex retteten in den vergangenen zwei Tagen 1753 Menschen aus den Fluten der Ägäis. Das teilte die Leitung der Küstenwache am Freitag in Piräus mit. Zugleich stieg die Zahl der Menschen, die aus der Türkei zu den griechischen Inseln übersetzten. Die Zahl war zeitweise zurückgegangen – nach Angaben der Küstenwache witterungsbedingt.

37 Prozent der Flüchtlinge sind Kinder

Am Freitagmorgen kamen in Piräus 1835 Migranten von den Ägäisinseln an. Weitere 1350 wurden während des Tages an Bord von zwei Fähren erwartet, berichteten griechische Medien. Weitere 2300 bereits registrierte Migranten warteten auf der Insel Lesbos auf eine Fähre, die sie am Samstag nach Piräus bringen sollte, hieß es.

Wie das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mitteilte, sind seit Jahresbeginn bis zum 18. Februar gut 88.000 Migranten aus der Türkei nach Griechenland gekommen. 37 Prozent davon waren Kinder. Nach einer kurzen Pause kamen in den vergangenen Tagen wieder mehr Migranten an. Wagten am 14. und 15. Februar nur 51 und 181 Migranten die Überfahrt von der türkischen Ägäisküste aus, so waren es am 16. Februar 1783 und am 17. Februar sogar 4611.

Den zeitweisen Rückgang führt das UNHCR auf schlechtes Wetter zurück. Diese Ansicht vertrat auch ein Offizier der griechischen Küstenwache auf der Insel Chios. "Der Rückgang hing mit dem Wetter und nicht mit türkischen Einschränkungsmaßnahmen zusammen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

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