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Krieg in Syrien Saudi-Arabien stattet Rebellen mit Raketen aus

Saudi-Arabien will syrische Rebellengruppen mit Boden-Luft-Raketen im Kampf gegen das Assad-Regime unterstützen. Das Land distanzierte sich zugleich von der IS-Terrormiliz.

Der saudiarabische Außenminister Adel al-Dschubeir will moderaten Oppositionsgruppen in Syrien Boden-Luft-Raketen zur Verfügung stellen. Dem Magazin "Der Spiegel" sagte Dschubeir, diese Waffen würden es "der gemäßigten Opposition ermöglichen, Hubschrauber und Flugzeuge des Regimes auszuschalten" - und dadurch die Machtverhältnisse in Syrien zu verändern. Die russische Intervention werde die Regierung von Machthaber Baschar al-Assad langfristig nicht retten. Assad müsse abtreten, um einen politischen Prozess zu ermöglichen. "Die andere Option ist, dass der Krieg weitergeht und Assad besiegt wird."

Saudi-Arabien sei weiter bereit, den Einsatz einer US-geführten Koalition gegen die Extremistenmiliz IS in Syrien mit Spezialkräften zu unterstützen. Eine ideologische Nähe zwischen dem IS und dem Wahhabismus, der extrem konservativen Auslegung des Islams in Saudi-Arabien, stritt Jubeir ab: "Der IS ist ungefähr so islamisch wie der Ku-Klux-Klan christlich ist."

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Die syrische Kurden-Miliz YPG konnte nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte unterdessen die letzte IS-Hochburg in der nordostsyrischen Provinz Hasaka erobern. Seit Mittwoch habe es heftige Kämpfe um die Stadt Al-Schadadi gegeben, bei denen die YPG auch von anderen Milizen unterstützt worden sei, hieß es. Zudem hätten massive Luftangriffe der US-geführten internationalen Koalition gegen den IS den Vormarsch der Kurden-Miliz begleitet. Der IS hatte Al-Schadadi vor zwei Jahren erobert.

Bemühungen um Waffenruhe dauern an

Bei den Bemühungen um eine Waffenruhe in Syrien gibt es nach den Worten von US-Außenminister John Kerry "noch viel Arbeit". Kerry erklärte am Freitagabend in London, die Verhandlungen zwischen den USA und Russland in Genf über eine Feuerpause seien "ernsthaft und soweit konstruktiv" gewesen, doch blieben noch "einige schwierige Fragen zu lösen". Verbunden mit der Lieferung von Hilfsgütern könne durch eine Feuerpause vor Ort viel erreicht werden.

Vertreter der USA und Russlands verhandelten am Freitag in Genf über Wege zur Umsetzung einer Waffenruhe. Die internationale Syrien-Kontaktgruppe hatte sich vergangene Woche in München zum Ziel gesetzt, binnen einer Woche eine Feuerpause zu erreichen. Seitdem verschärfte die Türkei aber ihr Vorgehen gegen die Kurden, die im Norden Syriens zuletzt andere Rebellen aus mehreren Ortschaften verdrängten.

Wegen der türkischen Angriffe auf die kurdischen Milizen beantragte Russland für Freitag eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats. Moskau wollte bei der Sitzung einen Stopp aller Aktionen fordern, welche die "Souveränität und territoriale Integrität" Syriens gefährden. Türkische Regierungsvertreter hatten sich kürzlich für eine Intervention mit Bodentruppen in Syrien ausgesprochen. Die westlichen Verbündeten Ankaras lehnen dies aber bisher ab.

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