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Vorfall auf Parteitag AfD setzt Journalistin vor die Tür

Die AfD hat die Journalistin Andrea Röpke von Sicherheitsleuten aus dem Saal in Demmin entfernen lassen. Der Vorwurf: Sie fotografiere Mitglieder und stelle die Bilder auf Antifa-Seiten.

Die Journalistin und Rechtsextremismus-Expertin Andrea Röpke ist am Samstag bei einem AfD-Landesparteitag in Demmin (Mecklenburg-Vorpommern) von der Berichterstattung ausgeschlossen worden. Das beschloss die große Mehrheit der Delegierten auf Antrag eines Parteimitglieds. Dieses hatte Röpke vorgeworfen, im Saal AfD-Mitglieder zu fotografieren und die Bilder später auf Internetseiten linker Antifa-Gruppen stellen zu wollen. 

Sicherheitsleute geleiteten Röpke hinaus. Die 50-Jährige hatte zuletzt im Auftrag der Schweriner SPD-Landtagsfraktion ein Buch über die rechtsextreme Szene in Mecklenburg-Vorpommern vorgelegt und war 2015 für ihre Arbeit vom Zentralrat der Juden in Deutschland mit dem Paul-Spiegel-Preis ausgezeichnet worden.

Nordost-AfD berät über Wahllisten

Der AfD-Landesverband hat am Samstag in Demmin mit Beratungen über die Landtagswahlliste begonnen. Von den etwa 420 Parteimitgliedern kamen zunächst 170 zum Wahlparteitag, auf dem auch Gäste von CDU und SPD begrüßt wurden. Als Bewerber um die Spitzenplätze gehen die AfD-Landessprecher – Leif-Erik Holm und Matthias Manthei – ins Rennen.

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Gleich zu Beginn scheiterte ein Antrag des bisher bekanntesten AfD-Politikers im Nordosten, Holger Arppe, der eine Aussprache über eine angebliche Intrige gegen seine Parteikollegin Petra Federau durchbringen wollte. Die AfD sieht angesichts der Umfragewerte gute Chancen für ihren erstmaligen Einzug in das Schweriner Landesparlament. Am Rande des Parteitages protestierten etwa 30 Menschen mit Plakaten wie "Rassismus ist keine Alternative".

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