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Baschar al-Assad zu El Pais Syriens Machthaber nennt Bedingungen für Waffenruhe

Die Waffen in Syrien schweigen trotz Feuerpause nicht. Tausende fliehen vor den Bomben. Nun hat sich Präsident Baschar al-Assad zu einer Waffenruhe bereit erklärt - nach seinen Vorgaben.

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat sich unter bestimmten Bedingungen zu einer Waffenruhe in dem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land bereiterklärt. Voraussetzung sei, dass "Terroristen" sie nicht ausnutzten, sagte Assad in einem Interview der spanischen Zeitung "El Pais".

Zudem müssten die Länder, die Aufständische unterstützen, ihre Hilfe einstellen. Die syrische Führung bezeichnet alle Rebellen, die gegen sie und ihre Alliierten kämpfen, als Terroristen. Die Opposition in Syrien hatte bereits erklärt, eine befristete Waffenruhe sei eine Möglichkeit, wenn sich daran auch Assads Verbündete, darunter Russland, hielten, wenn die Belagerung von Städten durch Assad-Truppen aufgehoben und Hilfslieferungen für die Bevölkerung durchgelassen würden.

Assad sagte der Zeitung weiter, er sei bereit, die Militäreinsätze zu stoppen. "Doch das hängt von wichtigeren Faktoren ab ... wie dem, dass die Terroristen gehindert werden, ihre Stellungen zu verbessern." Jede Waffenruhe müsse sicherstellen, dass "andere Länder, allen voran die Türkei, davon abgehalten werden, mehr Terroristen und Waffen oder jede Art logistischer Unterstützung zu schicken", sagte Assad.

Russland sichert weitere Unterstützung zu

Die Türkei, andere sunnitische Regionalmächte und westliche Länder unterstützen Aufständische gegen Assad. Der syrische Präsident erhält Hilfe von Russland, dem Iran und der schiitischen Hisbollah-Miliz aus dem Libanon.

Im Norden Syriens haben die Regierungstruppen mit Unterstützung ihrer Verbündeten eine Offensive gestartet, die zehntausende Menschen aus der Region Aleppo in die Flucht getrieben hat. Die Unterstützung durch Russland und den Iran sei "wesentlich" für den Vormarsch seiner Truppen, sagte Assad "El País" weiter. "Wir brauchen diese Hilfe (...), weil 80 Länder die Terroristen auf verschiedene Weise unterstützen." Einige Länder gäben den Oppositionskräften "direkte Hilfe – mit Geld, logistischer Unterstützung, Waffen oder Kämpfern", sagte Assad weiter. Bei anderen Ländern gehe es um "politische Unterstützung in verschiedenen internationalen Foren".

Russland hatte zuvor der syrischen Armee weitere militärische Unterstützung zugesichert. Moskau setze seine "konsequente Linie" fort, den syrischen Streitkräfte bei ihren "offensiven Aktionen gegen Terroristen und terroristische Organisationen" zu helfen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Samstag.

Auf der Suche nach diplomatischer Lösung

Angesichts der andauernden Kämpfe in Syrien setzte sich US-Außenminister John Kerry am Samstag bei seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow erneut für eine rasche Feuerpause ein. In einem Telefongespräch mit Lawrow verurteilte Kerry erneut die russischen Luftangriffe zur Unterstützung der syrischen Regierungsarmee, die auch Zivilisten treffen, wie ein Sprecher Kerrys mitteilte.

Beide sprachen demnach auch über die diplomatischen Bemühungen um eine Lösung für den Syrien-Konflikt sowie über humanitäre Hilfe für die Bevölkerung.

Bei der Syrien-Konferenz in München am 12. Februar hatten Russland, die USA und weitere Staaten sich darauf verständigt, sich für ein Ende der Kämpfe binnen einer Woche einzusetzen. Erreicht wurde diese Waffenruhe bislang aber nicht.

 

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