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Mehr als 100 Tote bei IS-Anschlägen Syrien erlebt tiefschwarzen Tag

Bei einer Serie von Sprengstoffanschlägen sind in Syrien mehr als 100 Menschen getötet und viele weitere verletzt worden. Für die Attentate übernahm der "Islamische Staat" die Verantwortung.

Das Bürgerkriegsland Syrien ist zusätzlich zu den anhaltenden Kämpfen von einer Serie von Anschlägen erschüttert worden: In der Hauptstadt Damaskus und in der nördlich davon gelegenen Stadt Homs kamen am Sonntag mindestens 121 Menschen bei Explosionen ums Leben, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete. Die Terrormiliz Islamischer Staat bekannte sich über die ihr nahestehende Nachrichtenagentur Aamak zu den Selbstmordanschlägen.

Eines der Ziele war Sajeda Sainab, ein schiitischer Vorort von Damaskus. Dabei gab es nach jüngsten Angaben des Staatsfernsehens mindestens 50 Tote. In Homs explodierten zwei Autobomben in einem vorwiegend von Alawiten bewohnten Stadtteil. Dieser schiitischen Strömung gehört auch Präsident Baschar al-Assad an. Mindestens 46 Menschen kamen dabei am Sonntagmorgen um, wie das syrische Außenministerium berichtete. Die Opferzahlen stiegen jedoch weiter.

Regierungstruppen riegeln Aleppo ab

Die Regierungsarmee setzte währenddessen ihre Offensive mit Hilfe Russlands fort und konnte 31 Dörfer im Norden der Provinz Aleppo vom IS zurückerobern. Sie habe jetzt fast komplett die einstige Wirtschaftsmetropole umstellt, sagte Assad in einem Interview mit der spanischen Zeitung "El País", das auch die staatlichen Nachrichtenagentur Sana veröffentlichte. Der nächste Schritt sei nun, die Versorgungsrouten der Rebellen zwischen den von ihnen gehaltenen Vierteln in Aleppo und der Türkei zu durchtrennen, sagte Assad. Die Rückeroberung von Aleppo soll demzufolge noch warten.

US-Außenminister John Kerry kündigte ungeachtet der tobenden Kämpfe am Sonntag an, dass eine "vorläufige grundsätzliche Einigung" für eine Waffenruhe erzielt worden sei. Er habe mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow über das Abkommen gesprochen, das nun mit den verschiedenen Konfliktparteien beraten werden solle. Die Feuerpause könnte in den nächsten Tagen beginnen, sagte Kerry in Amman, wo er den jordanischen Außenminister Nasser Judeh traf.

Serie von Anschlägen

Die dem IS nahestehende Nachrichtenagentur Aamak berichtete, dass zwei IS-Attentäter in Sajeda Sainab erst eine Autobombe gezündet und sich dann selbst in die Luft gesprengt hätten. Erst im Januar waren bei einer Serie von Anschlägen im gleichen Ort 45 Menschen getötet worden.

In Homs erschütterten zwei Explosionen am Sonntag den regierungstreuen Stadtteil Sahraa. Dort ereignen sich des Öfteren ähnliche Anschläge, zu den meisten bekannte sich die Terrormiliz IS. Sie kontrolliert Teile der Provinz Homs, darunter auch die antike Stadt Palmyra. Beide Explosionen seien durch zwei mit Sprengstoff beladene Fahrzeug ausgelöst worden, berichtete die Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Homs galt einst als Hauptstadt der syrischen Revolution. 

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