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Amnesty International "Kaum ein Flüchtling möchte wirklich nach Europa"

Für Amnesty International ist klar, dass die meisten Asylsuchenden am liebsten in ihrem Heimatland bleiben würden. Trotzdem sollte Europa für sichere und legale Fluchtwege sorgen.

Für den Generalsekretär von Amnesty International, Salil Shetty, muss die Flüchtlingskrise an den Wurzeln gelöst werden. "Kaum einer der Hilfesuchenden möchte wirklich nach Europa. Zuallererst wollen sie eine Zukunft in ihrer Heimat", bekräftigte Shetty in der "Frankfurt Rundschau".

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Daher seien die europäischen Staaten gefragt, die Probleme nicht weiter zu ignorieren. "Tötet keine Zivilisten, versorgt die Flüchtlinge in den Camps mit Nahrung und gebt ihnen eine Perspektive."

Zugleich müssen aus Sicht des Menschenrechtlers die legalen Fluchtwege nach Europa ausgebaut werden. Europa könne Menschen nicht auf Dauer an den Grenzen abweisen, denn die Schutzsuchenden würden sich weiter Wege auf den Kontinent suchen. "Die Europäer sollten endlich mehr sichere und legale Zuwanderungswege etablieren und auf keinen Fall die bestehenden schließen", so Shetty.

Starker Anstieg des Flüchtlingszustroms

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz Mitte Februar warf Amnesty den entwickelten Staaten eine erhebliche Mitschuld an den gewaltsamen Krisen in der Welt vor. Viele Menschenrechtsverletzungen würden "mit Waffen, die westliche Mächte zur Verfügung gestellt haben", begangen, sagte Shetty damals. "Einige dieser Gruppierungen" seien "sogar ausgebildet worden von westlichen Armeen". Dies führe zu einem "Teufelskreis der Gewalt".

In den ersten sechs Wochen des Jahren kamen laut dem UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) mehr als 80.000 Flüchtlinge nach Europa. Allein 27.555 Flüchtlinge setzten von der türkischen Küste nach Griechenland über. Ungefähr 400 Schutzsuchende ertranken auf der Überfahrt über das Mittelmeer.

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