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Bundeskriminalamt Ein Drittel aller "Dschihad-Reisenden" wieder in Deutschland

Das BKA hat mehr als 800 Islamisten registriert, die von Deutschland nach Syrien oder in den Irak ausgereist sind. Ein Drittel befindet sich inzwischen wieder in der Bundesrepublik.

Erst vor wenigen Tagen gab es wieder eine Todesmeldung. "Er wurde durch Schrapnell am Kopf getroffen und wurde ein Märtyrer, so Allah will", heißt es in einem Text über einen Islamisten aus Deutschland, den andere Terroristen im Internet veröffentlichten. "Abu Mikhael", ein gebürtiger Türke aus dem nordrhein-westfälischen Troisdorf bei Bonn, soll am 4. Februar bei Gefechten im Westen Syriens getötet worden sein. Im August 2013 hatte er die Bundesrepublik verlassen und war in den syrischen Bürgerkrieg gezogen.

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat mittlerweile mehr als 800 Islamisten registriert, die in den vergangenen Jahren nach Syrien oder in den Irak ausgereist sind und sich vor Ort Terrorgruppen wie der Miliz Islamischer Staat (IS) oder der Al-Nusra-Front angeschlossen haben. Die Zahl der "Dschihad-Reisenden" hat sich damit seit Jahresbeginn noch einmal leicht erhöht.

"Wir wissen von mehr als 800 Syrien-Reisenden aus Deutschland", teilte eine Sprecherin des BKA auf Anfrage der "Welt" mit. "Etwa ein Drittel dieser gereisten Personen ist wieder in Deutschland."

Studie: Zwei Drittel vor Ausreise straffällig geworden

Noch zum Jahreswechsel hatte das Bundeskriminalamt rund 780 Ausreisen gezählt. Im Januar hatte BKA-Präsident Holger Münch mitgeteilt, seine Behörde habe einen deutlichen Rückgang der Reisewelle festgestellt.

Nach Informationen der "Welt" gehen deutsche Sicherheitsbehörden zudem davon aus, dass mehr als 130 Dschihadisten aus der Bundesrepublik inzwischen in Syrien oder dem Irak ums Leben gekommen sind. Davon einige als Selbstmordattentäter.

In einer Studie hat das BKA die Lebensläufe von 677 "Dschihad-Reisenden" untersucht, die bis Ende Juni 2015 ausgereist waren. Das Ergebnis der Untersuchung: Im Durchschnitt handelt es sich bei den Fanatikern aus Deutschland um Männer im Alter zwischen 22 und 25 Jahren. Mehr als 60 Prozent besitzen die deutsche Staatsbürgerschaft.

Etwa zehn Prozent gingen zum Zeitpunkt der Ausreise noch zur Schule. Rund ein Sechstel der Personen ist zum Islam konvertiert. Und zwei Drittel der Ausgereisten hatten bereits Straftaten begangen.

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