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Armutsbericht Das ist Deutschlands "Problemregion Nummer eins"

Laut des neuen Armutsberichts sinkt der Anteil der Armen in Deutschland leicht. Doch es gibt auch Ausnahmen. Gute Nachrichten kommen dagegen aus Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

Der Anteil der Armen in Deutschland ist zuletzt leicht auf 15,4 Prozent der Bevölkerung gesunken. Darauf machte der Paritätische Wohlfahrtsverband bei der Vorstellung seines aktuellen Armutsberichts aufmerksam. Allerdings betrug der Rückgang nur 0,1 Prozentpunkte. Als arm gelten dabei Menschen, die in Haushalten mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens leben.

Für einen Single liegt laut einem BR-Bericht dabei die Grenze monatlich bei rund 890 Euro netto, für ein Ehepaar mit zwei Kindern bei etwa 1.870 Euro. Rechnerisch sind dies 12,5 Millionen Menschen, davon rund 3,4 Millionen Rentner, wie der Geschäftsführer des Verbands, Ulrich Schneider, sagte. Von einer Trendwende wollte er trotz des leichten Rückgangs nicht sprechen.

Unterschiede in den Bundesländern

In neun Bundesländern nahm die Armutsquote ab. In Bayern stieg sie von 11,3 auf 11,5 Prozent, in Nordrhein-Westfalen sogar von 17,1 auf 17,5 Prozent.

Das Ruhrgebiet sei dabei die "Problemregion Nummer eins", sagte Schneider. "Jeder fünfte Einwohner dieses größten Ballungsraums Deutschlands muss mittlerweile zu den Armen gezählt werden." Insbesondere in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern habe es dagegen signifikante Rückgänge der Armutsquoten gegeben.

Alarmiert zeigte sich Schneider von der Lage der Rentner. Bei ihnen sei die Armut seit 2005 etwa zehn Mal so stark angewachsen wie beim Rest der Bevölkerung. Der Verband legte seinen Bericht erstmals gemeinsamen mit zahlreichen weiteren Sozialverbänden vor.

Die am stärksten von Armut betroffenen Gruppen sind nach dem Bericht Erwerbslose (58 Prozent). Auch die Kinderarmutsquote (19 Prozent) liegt nach wie vor deutlich über dem Durchschnitt, wobei die Hälfte der armen Kinder in Haushalten Alleinerziehender lebt. Die Armutsquote Alleinerziehender liege bei sogar 42 Prozent.

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