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DNA-Test Attentäter von Ankara war ein türkischer Kurde

In Rekordzeit erklärte die türkische Regierung: Der Bombenattentäter von Ankara war ein syrischer Kurde. Die Türkei griff die YPG an. Ein DNA-Test bestätigte nun die wahre Identität des Toten.

Türkische Behörden haben die Identität des Selbstmordattentäters bestätigt, der in Ankara vor knapp einer Woche 29 Menschen mit in den Tod gerissen hat. DNA-Tests hätten ergeben, das es sich um einen 26-jährigen Kurden aus der Türkei gehandelt habe, der sich 2005 der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK angeschlossen habe, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf das Büro des Staatsanwalts. 

Vergangene Woche hatte die türkische Regierung einen Syrer als Täter genannt, der als Flüchtling ins Land gekommen sei, und die syrisch-kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) mitverantwortlich gemacht. Jetzt erklärte die Regierung, dass sich der Täter eine falsche Identität zugelegt habe. 

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Der türkische Vizeregierungschef Numan Kurtulmus betonte, die tatsächliche Herkunft des Täters ändere "nichts an der Tatsache", dass der Anschlag in Zusammenarbeit von türkischen und syrischen Kurden begangen worden sei. Die Polizei habe zudem drei weitere Verdächtige festgenommen.

Der Täter war laut Anadolu der Mann, den die aus der PKK hervorgegangene Splittergruppe Freiheitsfalken Kurdistans TAK bereits als Angreifer genannt hatte. Die türkische Regierung hat das Tatbekenntnis der TAK zurückgewiesen und erklärt, die syrische Kurdenmiliz YPG habe zusammen mit der PKK das Attentat auf den Militärkonvoi ausgeführt. 

Türkei beschießt YPG-Stellungen

Das bislang letzte Todesopfer, ein 66-Jähriger, erlag am Dienstag seinen Verletzungen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Bei dem Anschlag auf einen Militärkonvoi mitten im Zentrum Ankaras waren 28 Menschen getötet und 81 weitere verletzt worden. 

Laut TAK wurde das Attentat von einem jungen Mann aus der Provinz Van im Osten der Türkei verübt. Die türkische Regierung wies die TAK-Erklärung allerdings zunächst zurück und ließ weiter Stellungen der YPG im Norden Syriens beschießen, während die Kurden dort vorrücken. Die USA, die die YPG militärisch unterstützen, und weitere Länder riefen die Türkei zur Zurückhaltung auf. Die syrischen Kurden bestritten jedwede Verwicklung in den Anschlag von Ankara.

Kurtulmus sagte am Dienstag, der Attentäter sei definitiv im Sommer 2014 aus PYD-kontrolliertem syrischen Gebiet in die Türkei eingereist. Laut der Tageszeitung "Hürriyet" nutzte er dazu Papiere auf den Namen Salih Necar. Bei einer Trauerfeier für Somer in der Provinz Van nahm die Polizei am Dienstag zehn Menschen fest, darunter den Vater und einen Bruder.

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