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"Terroristische Organisationen" Erdogan vergleicht Kurdenmilizen mit dem IS

Geht von kurdischen Milizen dieselbe Gefahr aus wie vom "Islamischen Staat"? Der türkische Präsident sieht das so und fordert, diese vom Waffenstillstand in Syrien auszuschließen.

Die kurdischen Milizen in Syrien sollen nach Ansicht der Türkei von dem geplanten Waffenstillstand in dem Bürgerkriegsland ausgeschlossen werden. Wie die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und die mit dem Terrornetzwerk al-Qaida verbundene Al-Nusra-Front seien die kurdischen Kräfte der PYD und YPG genauso "terroristische Organisationen", rechtfertigte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch seine Forderung.

Der islamisch-konservative Staatschef sagte vor Abgeordneten in seinem Palast in Ankara: "Man kann nicht die Unterscheidung zwischen 'guten' und 'schlechten' Terroristen in Syrien machen."

Er rief die internationale Gemeinschaft auf, die syrisch-kurdische Partei der Demokratischen Union (PYD) und ihren bewaffneten Arm, die Volksverteidigungseinheiten (YPG), als "Terrororganisationen" einzustufen.

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Die Türkei, die im eigenen Land militärisch gegen die Rebellen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vorgeht, beschießt von der Grenze aus seit über einer Woche auch kurdische Stellungen in Syrien. Die USA und andere westliche Länder, die die YPG und PYD im Kampf gegen die IS-Dschihadisten militärisch unterstützen, kritisieren dies.

Nach dem Anschlag auf einen Militärkonvoi in Ankara mit 29 Toten hatte die türkische Regierung einen Kurden aus Syrien verantwortlich gemacht, inzwischen hat Ankara aber eingeräumt, dass der Selbstmordattentäter ein Kurde aus der Türkei gewesen sei.

Ankara hält aber daran fest, dass der Anschlag auf das Konto der PKK zusammen mit der YPG und PYD gehe. Die PKK und die syrischen Kurden hatten dies bestritten. Es hatte sich die türkisch-kurdische Gruppe Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) zu der Tat bekannt, die sich von der PKK abgespalten hat.

Die USA und Russland haben sich auf einen Waffenstillstand für Syrien ab Samstag geeinigt. Davon ausgenommen sind der IS, die Al-Nusra-Front und mit ihr verbündete islamistische Milizen. Erdogan begrüßte zwar die Feuerpause, äußerte aber ernste Zweifel an ihrer Umsetzbarkeit.

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