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Vorfall in Leipzig Totes "Mutti Merkel"-Ferkel liegt auf Moschee-Gelände

In Sachsen gibt es schon wieder eine fremdenfeindliche Aktion: Unbekannte legten auf dem Baugelände einer Moschee in Leipzig ein totes Ferkel ab. Auf dem Kadaver stand in Rot: "Mutti Merkel".

Bislang unbekannte Täter haben ein totes Ferkel auf dem Baugelände für die künftige Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde in Leipzig abgelegt. Wie die Polizei auf Anfrage erklärte, war auf dem Kadaver mit roter Farbe "Mutti Merkel" geschrieben. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen aufgenommen; man gehe von einem politischen Hintergrund aus. Das geplante Gotteshaus für bis zu 100 Gläubige wäre der zweite Moschee-Neubau mit Minaretten in Ostdeutschland. Mit dem Bau soll in diesem Jahr begonnen werden.

Laut Polizei hatten Fußgänger das tote Tier am Mittwoch im Gestrüpp auf dem Baustellengelände entdeckt. Schweine gelten bei Muslimen aus religiösen Gründen als unrein. Bereits im November 2013 hatten Unbekannte nach dem Bekanntwerden der Moscheebaupläne auf dem Gelände fünf blutige Schweineköpfe auf Holzpflöcke aufgespießt. Der Fall hatte bundesweites Entsetzen ausgelöst.

Konservativ, aber "nicht extremistisch"

Die Religionsgemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) versteht sich als weltweite islamische Reformbewegung. In Deutschland hat die Gemeinschaft rund 35.000 Mitglieder. Sie unterhält bundesweit mehr als 30 Moscheen und etwa 225 Gemeinden sowie einen TV-Sender und einen Verlag. Der Verfassungsschutz stuft sie als konservativ, aber "weder als extremistisch noch als gewalttätig" ein.

In den vergangenen Jahren veranstaltete die AMJ Aktionen in ganz Deutschland, um für einen friedlichen und versöhnlichen Islam zu werben. Im Juni wurde der Religionsgemeinschaft in Hessen der Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts zuerkannt – als erster islamischer Organisation in Deutschland.

Teddybär mit durchgetrennter Kehle

Ein ähnlicher Fall beschäftigt auch den Staatsschutz der Marburger Kriminalpolizei. Im hessischen Lahntal wurde ein Teddybär mit zerschnittener Kehle vor einem Flüchtlingsheim abgelegt. Auch dieser Bär war offenbar mit roter Farbe beschmiert. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund wird nach Angaben eines Sprechers nicht ausgeschlossen, aber in alle Richtungen ermittelt. Die Polizei sucht nun Zeugen.

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