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Flüchtlingsstreit Athen ruft Botschafter aus Österreich zurück

Griechenland hat seinen Botschafter aus Österreich zurückgerufen. Grund ist die umstrittene Flüchtlingskonferenz in Wien. Das Athener Außenministerium will sich mit dem Diplomaten beraten.

Nach einer umstrittenen Konferenz zur Flüchtlingspolitik in Wien hat Griechenland seinen Botschafter aus Österreich zurückgerufen. Dies sei geschehen, um sich mit dem Diplomaten zu beraten, teilte das Außenministerium in Athen mit. Ziel sei, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Völkern und den beiden Staaten zu bewahren.

Österreich und zahlreiche Länder entlang der Balkanroute hatten sich am Mittwoch darauf verständigt, in der Flüchtlingskrise stärker zusammenzuarbeiten und die Zahl der Neuankömmlinge zu verringern. Griechenland war nicht eingeladen, was für viel Kritik sorgte.

Die Regierung in Athen fürchtet, dass viele Migranten festsitzen, wenn immer mehr Balkanstaaten ihre Grenzen stärker sichern. Ministerpräsident Alexis Tsipras drohte am Mittwochabend, Entscheidungen in Brüssel zu blockieren, wenn andere EU-Länder ihrer Verantwortung nicht gerecht würden.

Griechenland erwartet Kostenlawine

Für die Bewältigung der Flüchtlingskrise muss Griechenland nach Berechnungen seiner Notenbank in diesem Jahr mindestens 600 Millionen Euro aufbringen. Dies sei aber eine konservative Schätzung, hieß es in Kreisen der Zentralbank. "Die Kosten könnten noch höher ausfallen, wenn der Zustrom noch größer wird und wenn die Flüchtlinge wegen der Grenzschließungen in Griechenland festsitzen", sagte ein Insider der Zentralbank. Einbezogen wurden in die Berechnungen Ausgaben für Rettungsaktionen, den Aufbau der Infrastruktur und Rückführungen.

Das hoch verschuldete Griechenland, das mit Milliardensummen vor dem Staatsbankrott gerettet wurde, ist für Hunderttausende Migranten das erste Ziel in der Europäischen Union. Die meisten kommen über die Türkei. Diese unternimmt trotz ihrer Zusagen bislang wenig, den Flüchtlingsstrom über die Ägäis auf die griechischen Inseln einzudämmen. Auf der anderen Seite schließen immer mehr Länder auf der sogenannten Balkanroute ihre Grenzen für Migranten. Sie sitzen daher in Griechenland fest.

 

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