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Melania Trump "Mein Mann hat einen verblüffenden Verstand"

Das in Slowenien geborene Ex-Model überlässt Gatte Donald die große Bühne. Lange dauerte es, bis Melania Trump erstmals vor großem TV-Publikum über das Leben mit dem Sendungsbewussten sprach.

Wer kennt ihn nicht, den polternden, zuweilen schockierenden, aber nie langweiligen und immer irgendwie unterhaltsamen Donald Trump? Mindestens an jedem zweiten Tag sorgt er dafür, dass ihm die Schlagzeilen gehören. Mit Provokationen, Beleidigungen, Populismen, unangenehmen Wahrheiten. Der Milliardär schickt sich an, als Kandidat für die Republikaner in das Rennen um die Nachfolge Barack Obamas zu ziehen – sollte am kommenden "Super Tuesday", an dem die Republikaner in elf US-Bundesstaaten über ihren Kandidaten befinden, nicht noch ein kleines Wunder geschehen.

Denn der New Yorker hat in den bisherigen vier Vorwahlen 82 Delegierte auf sich vereinigen können. Nur 17 Wahlmänner und -frauen stehen hinter Ted Cruz, 16 hinter Marco Rubio, den beiden republikanischen Verfolgern. Bis zur endgültigen Nominierung im Juli benötigt er zwar 1237 republikanische Delegierte, um auf dem Nationalkonvent zum Präsidentschaftskandidaten gekürt werden zu können. Doch wenn seine Siegesserie anhält und die irgendwann sicher desillusionierten Verfolger aufgeben, könnte die Entscheidung sehr bald fallen.

Nein zu Berufspolitikern! Ja zu Unternehmern!

Der republikanische US-Kongressabgeordnete Chris Collins jedenfalls hält es bereits jetzt für angemessen, sich deutlich zu positionieren. Als erster Parlamentarier empfiehlt er Trump: "Die Zeit ist gekommen, um 'Nein' zu Berufspolitikern zu sagen und 'Ja' zu jemandem, der Jobs geschaffen und ein Unternehmen zum Laufen gebracht hat."

Die Chancen für den Mann mit der eigenwilligen Föhnfrisur, ins Weiße Haus einzuziehen, wächst also. Zeit, sich die Frau an seiner Seite anzuschauen, der neuen First Lady, sollte "The Donald" tatsächlich der 45. Präsident der Vereinigten Staaten werden. Melania Trump, des Tycoons dritte Ehefrau, ist 45 Jahre alt - fast ein Vierteljahrhundert jünger als ihr Gatte, der im Juni 70 wird. Sie bleibt meistens im Hintergrund, überlässt ihrem sendungsbewussten Ehemann die große Bühne – bisher. Ein eigenes, erkennbares Profil gab sie sich und einer interessierten Öffentlichkeit nun erstmals in einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender MSNBC.

Melania Knauss in Ljubljana im März 1987. Da war sie 17 Jahre alt und arbeitete seit einem Jahr als Model. (Foto: REUTERS)

Dort plauderte die vielsprachige (Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch) Trump-Gattin locker über sich, ihre Geschichte und ihre Familie in ihrem Geburtsland Slowenien. Nach einem Design- und Architekturstudium in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana zog Melania, geborene Knauss, zunächst nach Mailand und Paris. 1996, im Alter von 26 Jahren, emigrierte sie in die USA, nach New York. Ein guter Ort für ein Supermodel, das sie damals schon war. 

Erst Model, jetzt "full time mom"

Sie zierte die Titelblätter von Modezeitschriften wie "Vogue", "Harper's Bazaar", "Ocean Drive", "In Style", "New York Magazine", "Avenue", "Sports Illustrated", "Vanity Fair", "Glamour" und "Elle". Trump lernte Melania, die heute die US-Staatsbürgerschaft hat, Ende der 90er Jahre in einem New Yorker Club kennen. In mehreren Folgen von "The Apprentice" spielte sie mit – einer Fernsehproduktion ihres Mannes, den sie am 22. Januar 2005 heiratete und mit dem sie einen heute neunjährigen gemeinsamen Sohn hat: Barron William Trump.

Was sie an ihrem Ehemann am meisten bewundert? "Seine Energie, seinen Geist, seinen Charme", antwortet die Frau im Interview, die sich als "full time mom" definiert, die das Leben für ihre Familie so normal wie möglich halten wolle. Außerdem habe Trump einen "verblüffenden Verstand" und sei "sehr schlau". 

Aber klar sei auch: "Er will mich nicht ändern und ich ihn nicht. Wir sind beide eigene und selbstständige Charaktere." Wie empfindet sie als Ehefrau die Beschimpfungen ihres Ehemannes in der Öffentlichkeit als Rassist, Demagoge, Populist, Idiot, Sexist? "Wir haben eine dicke Haut. Die Menschen, die ihn beschimpfen, geben ihm einfach keine Chance."

"Er will die USA schützen"

Immerhin war Trump in der Rede, mit der er im vergangenen Juni seine Bewerbung um die republikanische Kandidatur bekannt gab, mit dem südlichen Nachbarn Mexiko und seinen Einwohnern hart und kaum diplomatisch ins Gericht gegangen: "Sie bringen Drogen, sie bringen Kriminalität mit sich. Sie sind Vergewaltiger. Und einige, so vermute ich, sind gute Menschen." Frau Trump ist jedoch nicht der Meinung, dass er Mexikaner pauschal verurteilt habe. Er habe von "illegalen" Mexikanern gesprochen, nicht von allen Mexikanern.

Genauso habe er es mit dem Einreiseverbot für Muslime gemeint. Der Bann, den Donald Trump propagiere, sei nur vorübergehend und gelte nicht für alle Muslime. Doch man müsse wissen, wer ins Land komme. "Er will die USA schützen. Er will, dass dies ein sicheres Land ist, das ist ihm sehr wichtig." Sie sei schließlich selbst einmal eine Einwanderin gewesen, habe sich aber strikt an die Einwanderungsgesetze gehalten. "Ich habe die Gesetze auf die Weise befolgt, wie es sein muss", sagte Melania Trump, die inzwischen die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt.

Ob das Paar immer einer Meinung ist? "Nein, und ich sage ihm, wenn ich nicht mit ihm übereinstimme. Manchmal hört er zu", sagt Melania Trump. "Manchmal aber auch nicht."

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