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Iran Dreikampf in der Parlamentswahl

Nach dem Ende der Sanktionen hoffen die Iraner auf gute Geschäfte mit dem Westen und einen Wirtschaftsboom. Die Reformer hoffen auf viele Mandate bei der Parlamentswahl im islamischen Gottesstaat.

Im Iran wird am Freitag ein neues Parlament gewählt. Die Wahl gilt als erster politischer Stimmungstest nach dem Mitte Juli zwischen Teheran und dem Westen geschlossenen Atomabkommen.

Dabei gibt es einen Dreikampf zwischen islamischen Konservativen, den Hardlinern und den Reformern um Präsident Hassan Ruhani. Das Parlament war in den vergangenen zwölf Jahren fest in der Hand einer Koalition von Konservativen und Hardlinern.

Gleichzeitig werden auch neue Mitglieder für den Expertenrat gewählt, der sowohl über die Ernennung als auch die Abwahl des obersten geistlichen Führers der islamischen Republik bestimmt. Auch der Expertenrat war in den vergangenen Jahren von Hardliner-Klerikern dominiert.

Gewählt wird offiziell von 0800 bis 1800 Ortszeit (0530 bis 1530 MEZ). In den vergangenen Jahren wurde die Wahl immer um einige Stunden verlängert.

Um die 290 Sitze im Parlament ringen mehr als 4800 Kandidaten, für die 88 Sitze im Expertenrat gibt es mehr als 160 Bewerber. Wahlberechtigt sind landesweit fast 55 Millionen Menschen, darunter 8,5 Millionen in der Hauptstadt Teheran. Die 30 Sitze der Hauptstadt gelten als besonders wichtig, weil die politische Elite beider politischen Lager in der sogenannten Teheran-Liste vertreten ist. Die Reformer hoffen nach dem Sieg Ruhanis bei der Präsidentenwahl 2013 nun auch auf einen Machtwechsel im Parlament und Expertenrat.

Innenminister Abdul-Resa Rahmani-Fasli erwartet eine Wahlbeteiligung von 70 Prozent. Der Minister rechnet schon am Samstag mit ersten belastbaren Ergebnissen. Allerdings könne es auch Verzögerungen geben, da dieses Mal neben dem Parlament auch der Expertenrat bestimmt wird, sagte er.

Der Iran hat die zweitstärkste Volkswirtschaft im Mittleren Osten - hinter Saudi-Arabien. Doch die wegen seines Atomprogramms verhängten internationalen Sanktionen haben die Wirtschaft der Islamischen Republik hart getroffen - vor allem das 2012 von der EU verhängte Öl-Embargo.

Nach dem im Juli 2015 mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland getroffenen Atomabkommen hoffen die Iraner auf Besserung. Das Land kann Öl und Gas nun wieder uneingeschränkt exportieren, Europa erwartet eine Verdoppelung des Handelsvolumens.

Mit gut 1,6 Millionen Quadratkilometern ist das Land am Persischen Golf fast fünfmal so groß wie Deutschland. 78 Millionen Einwohner machen es zu einem der bevölkerungsreichsten Länder der Region. Der Iran hat die zweitgrößten Gasvorkommen weltweit.

Weltbank

Auswärtiges Amt

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Webportal des iranischen Präsidialamts, Persisch

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Nachrichtenagentur Fars, Persisch

Nachrichtenagentur IRNA, Persisch

Nachrichtenagentur Tasnim, Persisch

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Webportal der iranischen Tageszeitung Etemad, Persisch

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