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Parlamentswahl Drastische Verluste für Regierungsbündnis in Irland

Ersten Prognosen zufolge haben Ministerpräsident Kenny und sein Regierungsbündnis bei den Wahlen in Irland ihre Mehrheit verloren. Die Bildung einer neuen Regierung dürfte schwierig werden.

Das irische Regierungsbündnis hat bei der Parlamentswahl am Freitag einer Prognose zufolge drastische Verluste erlitten. Die regierende Mitte-rechts-Partei Fine Gael von Ministerpräsident Enda Kenny kam laut einer von der Zeitung "Irish Times" veröffentlichten Nachwahlbefragung nur auf 26,1 Prozent im Vergleich zu 36,1 Prozent bei der Wahl 2011. Der Koalitionspartner, die linksgerichtete Labour-Partei, erhielt nur noch 7,8 Prozent im Vergleich zu 19,5 Prozent 2011.

Die konservative Fianna Fail, die Irland jahrelang regierte, kam der Prognose zufolge auf 22,9 Prozent, die nationalistische Sinn Fein auf 14,9 Prozent. Laut der "Irish Times" kämen die bisherigen Regierungsparteien umgerechnet nur auf 58 bis 68 Sitze, deutlich weniger als die für eine Mehrheit nötigen 80 Sitze. Die Fianna Fail könne ihre Sitze dagegen im Vergleich zu 2011 vermutlich fast verdoppeln.

Schwierige Regierungsbildung droht

Die Möglichkeit einer großen Koalition hatten sowohl Kenny als auch Fianna-Fail-Chef Micheal Martin im Vorfeld der Wahlen schon zurückgewiesen. Folglich dürfte die Regierungsbildung schwierig werden. Bis zum 10. März muss die konstituierende Sitzung des Parlaments stattgefunden haben, bei der der Ministerpräsident ernannt wird.

Der Ministerpräsident hatte im Wahlkampf auf die aktuell gute Konjunktur in Irland verwiesen, das nach der Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahr 2008 nunmehr mit sieben Prozent die höchste Wachstumsrate in der EU hat. Gegen Kennys Sparkurs hat sich allerdings starker Widerstand formiert.

Vor allem Fianna Fail, die seit 1923 mit Fine Gael um Platz eins im Parlament kämpft, hatte ihren Wahlkampf darauf konzentriert. Parteichef Martin porträtierte die Kontrahenten von der Fine Gael als dabei als Paten reicher Konzerne. Zudem gelang es ihm in dem dreiwöchigen Wahlkampf in Fernsehdebatten gegen Kenny zu punkten.

Die Auszählung der Stimmen beginnt erst am Samstag gegen 10.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit, um sicherzustellen, dass auch die Stimmzettel von entlegenen Atlantik-Inseln mit ausgezählt werden können. Das Endergebnis der Parlamentswahl soll erst am Sonntag vorliegen.

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