Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Politik Petry will AfD in Regierungen führen

Sie ist der Schrecken der etablierten Parteien. Die AfD dürfte nach den Wahlen am 13. März Umfragen zufolge dann in der Hälfte aller Landesparlamente vertreten sein. Doch Parteichefin Petry will noch viel mehr.

Die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry will mit ihrer Partei in Zukunft Regierungsverantwortung übernehmen. Petry sprach am Samstag auf dem Landesparteitag der sächsischen AfD in Markneukirchen über eine angestrebte Regierungsrolle in "hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft".

Sie bezog das nicht ausdrücklich nur auf Sachsen. Eine starke Oppositionsarbeit sei eine wichtige Voraussetzung: "Es braucht das eine – das Lernen in der Opposition - um hinterher als Regierungspartei erfolgreich zu sein", sagte Petry.

Der Vorsitzende des Thüringer Landesverbandes, Björn Höcke, hatte kürzlich betont, er sehe die AfD schon bald als "Kanzlerpartei". Der rechtsnationale Politiker sagte am Mittwoch auf einer Kundgebung in Erfurt: "Wir müssen den Anspruch haben, eine Volkspartei zu werden."

Im Deutschlandtrend der ARD hatte die AfD zuletzt zwei Punkte eingebüßt und war bei zehn Prozent gelandet. Neben Sachsen ist die rechtspopulistische Partei bislang in den Landtagen von Thüringen, Brandenburg, Hamburg und Bremen vertreten. Vor den Wahlen am 13. März in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt liegt die Partei in Umfragen jeweils deutlich über der Fünf-Prozent-Hürde.

Petry hielt vor mehr als 200 Teilnehmern des Landesparteitages eine wenig kämpferische Rede. Sie mahnte zu Geschlossenheit in den eigenen Reihen. Rhetorische Schärfe blieb in ihren beiden Ansprachen aus. Kritik müsse sachlich geäußert und dürfe nicht über Medien ausgetragen werden.

Petry bekräftigte ihre Kritik an der deutschen Asylpolitik. Die Auswirkungen der "katastrophalen Migrationspolitik" der aktuellen und auch vergangener Bundesregierungen würden mindestens bis zur Bundestagswahl 2017 spürbar sein. "Was hier über Jahre hinweg bewusst oder unbewusst eingeleitet wurde, kann nicht in wenigen Jahren revidiert werden." Deshalb brauche die AfD einen langen Atem. Den könne sie nur haben, wenn sie an dieser Stelle zusammenhalte.

Am Sonntag steht die Wahl des Landesvorstandes an. Petrys Widersacher ist dabei der Leipziger Rechtsanwalt Roland Ulbrich, der sich offen zur islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung bekennt und der nach eigenem Bekunden mit Pegida-Wortführerin Tatjana Festerling befreundet ist. Ob er am Sonntag gegen Petry antritt, ließ er noch offen.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Für diese Seite sind keine Kommentare vorgesehen.
 
Die syrische Luftwaffe setzt in Aleppo jetzt besonders tödliche Bomben ein.
Blutige Schlacht in Syrien
Aleppo soll in einer Woche fallen
Das Museum der Smithonian Institution enthält 36 000 Ausstellungsstücke. Foto: Jim Lo Scalzo
"Wir alle sind Amerikaner"
Museum für Schwarzen-Geschichte eröffnet
Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Flüchtlingsgipfel.
Flüchtlingsgipfel in Wien
Merkel will monatlich "mehrere Hundert" Migranten aufnehmen
Viktor Orban auf dem Flüchtlingsgipfel in Wien.
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán
EU soll in Libyen "gigantische Flüchtlingsstadt" errichten
Er ist für den türkischen Präsidenten der Staatsfeind Nummer eins: Fethullah Gülen.
Gülen bezichtigt Erdogan der Verschwörung
"Sie haben das Jahre geplant"
Deutschlands bekanntester Geheimagent steht bald vor Gericht.
Das Phantom Werner Mauss
Deutschlands geheimster Agent im Zwielicht
Am Flughafen in Düsseldorf griff die Polizei zu: Ein mutmaßlicher IS-Kämpfer war aus einem Trainingscamp zurückgekehrt.
Festnahme in Düsseldorf
Mutmaßliches IS-Mitglied am Flughafen gefasst
Beate Zschäpe ist die Hauptangeklagte im NSU-Prozess.
Beweismittel vernichtet?
NSU-Opferanwälte stellen Strafantrag gegen Bundesanwälte
Das Video zeigt die letzten Sekunden im Leben von Keith Lamont Scott auf einem Parkplatz in Charlotte.
Erschossener Afroamerikaner in Charlotte
"Schießt nicht auf ihn! Er hat keine Waffe!"
Eine Momentaufnahme aus dem September 2015: Vom Bahnhof Nickelsdorf aus reisen Flüchtlinge weiter nach Deutschland.
Österreichs Ex-Bundespräsident
Unwissenheit ist ein Hauptproblem in der Flüchtlingskrise
Österreichs Kanzler Christian Kern lädt am Samstag in Wien zum Flüchtlingsgipfel. Seit seinem Amtsantritt im Mai versucht er sich medienwirksam als Staatsmann zu profilieren.
Kern vor Flüchtlingsgipfel
"Mit dem bisherigen Tempo kann man nicht zufrieden sein"
Die CDU-Abgeordnete Bettina Kudla sorgte bereits zum zweiten Mal mit einem Tweet für Unmut in ihrer Partei.
Bettina Kudla sorgt für Eklat
Der verstörende Nazi-Tweet der CDU-Abgeordneten
Für seine Wähler ist Labour-Parteichef Jeremy Corbyn jene Lichtgestalt, die ein Ende des etablierten politischen Systems bringen soll.
Großbritannien
Warum Labours Irrelevanz für Europa gefährlich ist
Demonstration von Rechten: Im rechtsextremen Spektrum habe laut Ministerium vor dem Hintergrund der Flüchtlingsdebatte "die Widerstandsrhetorik zugenommen".
Innenministerium
Zahl fremdenfeindlicher Gewalttaten verdoppelt sich
Bundesinnenminister Thomas de Maizière will sich für die Themen Wohlfahrtspflege und Seelsorge einsetzen.
Thomas de Maizière
Mit Nichtintegration "bestätigen Muslime Vorurteile"
Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier spricht beim Unions-Kongress in Würzburg. Foto: Nicolas Armer
"Deutschlandkongress"
CDU und CSU bemühen sich um Einigkeit
Kein Durchkommen für Flüchtlinge: Soldaten der mazedonischen Armee patrouillieren am Grenzzaun zwischen Griechenland und Mazedonien.
Balkan-Route
Klarer Kurswechsel in der Flüchtlingskrise
Bundeskanzlerin Angela Merkel wird in Wien von ihrem österreichischen Amtskollegen Christian Kern begrüßt. Foto: Christian Bruna
Fokus auf EU-Außengrenzen
Flüchtlingsgipfel: Deutschland sichert weitere Hilfe zu
Max Mannheimer setzte sich seit den 1980er Jahren unermüdlich als Zeitzeuge für die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus ein. Foto: Andreas Gebert
Kämpfer gegen das Vergessen
Holocaust-Überlebender Max Mannheimer stirbt mit 96 Jahren
BDA-Präsident Ingo Kramer: «Leider äußern sich Politiker heute gegenüber Flüchtlingen und Fremden in einer Weise, die ihnen vor einiger Zeit peinlich gewesen wäre.» Foto: Sophia Kembowski
Ingo Kramer übt Kritik
BDA-Präsident warnt vor Imageverlust für deutsche Produkte