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Spannung vor Super Tuesday Donald Trump, der unvermeidliche Kandidat?

Vor dem "Super Tuesday" macht sich bei den US-Republikanern Panik breit. Donald Trumps Chancen auf die Präsidentschaftskandidatur steigen. Der Tag der Entscheidung ist jedoch der 15. März.

Die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton hat die Vorwahl in South Carolina mit klarer Mehrheit gewonnen und geht gestärkt in den "Super Tuesday". Nach der Auszählung fast aller Stimmen in der Nacht zum Sonntag betrug ihr Vorsprung 48 Prozentpunkte auf Parteifreund Bernie Sanders. Dieser muss nun am Dienstag stark abschneiden, um im Rennen zu bleiben. Mit Spannung wird erwartet, wie sich dann bei den Republikanern Donald Trump schlägt. Sollte er wie von Experten erwartet auf breiter Front gewinnen, wäre dem streitbaren Milliardär die Kandidatur der Partei nur noch schwer zu nehmen.

Die Wahl in South Carolina zeigte Clintons Rückhalt unter Afroamerikanern: Mehr als ein Viertel der etwa 4,8 Millionen Einwohner des Bundesstaates sind Schwarze, und neun von zehn von ihnen stimmten für die Ehefrau des Ex-Präsidenten Bill Clinton. Sanders punktete dagegen bei jüngeren Wählern.

Die Wahl in South Carolina zeigte Hillary Clintons Rückhalt unter Afroamerikanern. (Foto: AFP)

Diese Tendenzen sind für den "Super Tuesday" von Bedeutung, denn sechs der elf Vorwahlen finden in Staaten mit einer großen schwarzen Bevölkerung statt. Bei den Demokraten werden am Dienstag etwa 875 Delegiertenstimmen vergeben, mehr als ein Drittel der für die Nominierung benötigten Zahl. "Für Bernie Sanders schließt sich die Tür schnell", erklärte der demokratische Wahlkampfexperte Chris Kofinis.

Bei den Republikanern wird auch für den Senator Marco Rubio die Zeit knapp, Trump die Kandidatur noch streitig zu machen: Hier stehen am Dienstag fast 600 der insgesamt 1237 Delegiertestimmen auf dem Spiel. Das Wahlforschungsprojekt PredictWise sagt voraus, dass Trump in zehn der Bundesstaaten gewinnen wird. Nur Texas dürfte an den Erzkonservativen Ted Cruz gehen, der als Senator des bevölkerungsreichen Bundesstaates ein Heimspiel hat.

Selbst das könnte Trump aber helfen, denn ein starkes Abschneiden in Texas könnte Cruz bewegen, weiter im Rennen zu bleiben. Am Ende könnten jedoch Rubio die Delegierten, die Cruz und die beiden anderen verbliebenen Kandidaten Ben Carson und John Kasich erhalten, im Kampf gegen Trump fehlen.

Der Druck wächst: Bernie Sanders muss am Dienstag stark abschneiden, um im Rennen zu bleiben. (Foto: Reuters)

Deswegen rückt ein zweiter Termin mit vielen Vorwahlen in den Fokus - der 15. März, auch "Super Tuesday 2" genannt. Von sehr großer Bedeutung ist die Abstimmung in Florida, Rubios Heimatstaat, der mit etwa 20 Millionen Einwohnern viele Delegierte stellt. Der dortige Sieger bekommt alle Stimmen. "Der 15. März ist für die Republikaner der Tag der Entscheidung", erklärte jüngst David Wasserman vom Blog FiveThirtyEight. Wenn es Trump schaffe, Rubio in Florida die Stimmen abzunehmen, "heißt es 'game over'".

"Ein Ticket für die 'Titanic'"

Einer Reuters/Ipsos-Umfrage vom Freitag zufolge liegt Trump landesweit mit etwa 44 Prozent in Führung vor Cruz mit fast 21 Prozent und Rubio mit 14 Prozent. Die Republikaner sind wegen des möglichen Sieges von Trump gespalten. Der Senator John Thune aus South Dakota erklärte, die von Trump ausgehende Energie werde die republikanischen Wähler an die Urnen ziehen.

Der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, hat sich nach dem Ende seiner eigenen Präsidentschaftsbewerbung für Trump ausgesprochen. Andere Republikaner berichten dagegen wegen der populistischen Thesen Trumps von heftigen Bauchschmerzen: "Es erfüllt uns alle mit Angst und Sorge", sagte Senator Jeff Flake aus Arizona. Sein Kollege Lindsey Graham erklärte, seine Partei habe "ein Ticket für die 'Titanic' gekauft". Er befürchtet schweren Schaden für die Partei und eine krachende Niederlage bei der Präsidentenwahl im November.

Einige Konservative sehen sogar nur die Möglichkeit, die Seite zu wechseln. Sollte Trump die Nominierung gewinnen, werde er für Clinton stimmen, sagte Richard Kagan von der Denkfabrik Brookings Institution. "Die Partei kann nicht mehr gerettet werden, das Land schon."

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