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"Foto nicht aggressiv" Erika Steinbach versteht die ganze Aufregung nicht

Den Wirbel um das von ihr verbreitete Foto eines blonden Mädchens kann Erika Steinbach nicht nachvollziehen. Oppositionspolitiker und sogar Parteikollegen üben dagegen scharfe Kritik.

Nach heftiger Kritik hat die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach ihren Foto-Kommentar zur Einwanderung verteidigt. "Es ist kein aggressives Foto. Es sind auch keine arabischen Flüchtlinge darauf zu sehen, sondern freundliche Inder, die das Kind neugierig und interessiert ansehen", erklärte Steinbach der "Bild"-Zeitung.

Auf die Frage, ob Deutschland 2030 wirklich so aussehen könne, wie auf dem von ihr im Internetdienst Twitter verbreiteten Foto, antwortete sie: "Die Daten deuten darauf hin. In Großstädten gibt es jetzt schon einen erheblichen Anteil nichtdeutscher Bevölkerung."

Das Foto zeigt ein blondes Kind umringt von dunkelhäutigen Menschen. Darüber steht: "Deutschland 2030", darunter "Woher kommst du denn?" Es sei ihr von einem Vater aus Frankfurt am Main zugeschickt worden, dessen Kind in seiner Klasse nur noch zwei weitere deutsche Mitschüler habe. Das Foto habe er einer Mail angehängt.

"Ausschluss aus Fraktion dringend geboten"

Kritik erntete Steinbach aus der Opposition sowie der eigenen Partei. Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki warf ihr vor, zu spalten und Ängste zu schüren. Der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, Christoph Heubner, forderte von der CDU personelle Konsequenzen: "Frau Steinbach sollte nicht länger im Angebot der CDU sein. Ein Ausschluss aus der Fraktion ist dringend geboten."

Auch aus ihrer Partei kommt Kritik an Steinbach. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte im ZDF-"Morgenmagazin": "Das ist natürlich totaler Unsinn, was sie gemacht hat." Der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Anton Hofreiter, bezeichnete Steinbach unterdessen als menschenrechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion für nicht mehr tragbar. "Die Union muss sich jetzt klar dazu verhalten", forderte er im "Kölner Stadt-Anzeiger".

Der Vorsitzende der Linksfraktion, Dietmar Bartsch, erklärte derselben Zeitung: "Ich erwarte von Herrn Kauder, dass er derartige rassistische Entgleisungen nicht ohne Konsequenzen für Frau Steinbach lässt." Steinbach hatte schon mehrfach durch Äußerungen im Internet für heftige Debatten gesorgt.

Foto stammt von bekanntem Islamhasser

Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeigers" verbreitete ursprünglich, im September 2015, der prominente neurechte Islamhasser "Michael Mannheimer" das betreffende Bild. Gegen ihn wurde bereits wegen Volksverhetzung ermittelt. Das Foto kursiert zudem in rechtsradikalen Blogs.

Steinbach selbst machte deutlich, dass sie die Aufregung nicht versteht: "Den Medien sind offenbar die Themen ausgegangen. Sonst würden sie sich mit Wesentlicherem als dem von mir getwitterten Foto abgeben", schrieb sie auf Twitter.

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