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Paris Polizei soll Terroristen mit G36-Gewehren stoppen

Als Reaktion auf die Terroranschläge werden Zivilpolizisten in Paris jetzt mit Sturmgewehren ausgerüstet. Dabei setzt Frankreich ausgerechnet auf eine in Deutschland umstrittene Waffe.

Nach den Anschlägen von Paris rüstet die Polizei der französischen Hauptstadt auf: Beamte der sogenannten Brigade zur Kriminalitätsbekämpfung (BAC) werden mit Sturmgewehren ausgestattet, die bisher Eliteeinheiten der Polizei vorbehalten waren. Innenminister Bernard Cazeneuve stellte am Montag die neuen Waffen und weitere neue Ausrüstung vor, darunter Schutzwesten und Schutzschilde.

Geliefert werden sollen insgesamt 204 Sturmgewehre vom Typ G36 des deutschen Herstellers Heckler & Koch. Das Modell wurde als Standardwaffe für die Bundeswehr entwickelt. Nach Berichten über Präzisionsmängel beschloss Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im vergangenen Jahr, das G36 durch eine Neuentwicklung zu ersetzen.

Video: Der stille Held vom Bataclan

Kriminelle würden heute nicht zögern, mit "schweren Waffen, wahren Kriegswaffen" wie Kalaschnikow-Sturmgewehren auf Polizisten zu feuern, sagte Cazeneuve. "Sie müssen über Mittel zum angemessenen Gegenschlag und Schutz verfügen."

Beamte patrouillieren in Zivil

Insbesondere bei "Massenmorden" sei es von größter Bedeutung, dass gut bewaffnete Beamte schnell eingreifen könnten – ein Verweis auf die islamistischen Anschläge vom 13. November in Paris mit 130 Toten.

Die Beamten der Brigade zur Kriminalitätsbekämpfung sind weder gewöhnliche Streifenpolizisten noch Mitglieder einer Eliteeinheit. Sie patrouillieren meist in Zivilkleidung und Zivilfahrzeugen und sind häufig in gefährlichen Gegenden wie Problem-Vorstädten im Einsatz.

Bei der islamistischen Attacke auf den Konzertsaal Bataclan am 13. November waren zwei Beamte der Pariser BAC als erste in die Konzerthalle gestürmt und hatten einen der Angreifer erschossen. Sie mussten sich dann aber angesichts der schweren Bewaffnung der Islamisten zurückziehen und das Eintreffen von Eliteeinheiten abwarten.

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