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Trump, Clinton, Sanders Was Sie über den Super Tuesday wissen müssen

Es ist einer der wichtigsten Tage der US-Vorwahlen: der Super Tuesday. In zwölf US-Staaten wird gewählt. Sowohl bei den Demokraten als auch bei den Republikanern könnte es einen Vorentscheid geben.

Der wichtigste Termin bei den Vorwahlen in den USA ist der sogenannte Superdienstag (Super Tuesday). Abgesehen vom Tag der Präsidentenwahl selbst ist er die größte Wahlauseinandersetzung in den USA. Ist am Mittwoch also klar, wen die Republikaner und Demokraten als offiziellen Kandidaten für das höchste Staatsamt nominieren? Das ist möglich, aber ziemlich unwahrscheinlich.

Hier wird gewählt

Beide Parteien halten Vorwahlen in Alabama, Arkansas, Colorado, Georgia, Massachusetts, Minnesota, Oklahoma, Tennessee, Texas, Vermont und Virginia ab. Die Republikaner stimmen zudem in Alaska ab, die Demokraten im Außengebiet Amerikanisch-Samoa.

Die Kandidaten im Überblick

Bei den Republikanern sind noch fünf Bewerber im Rennen, doch fast alle reden nur von einem - Donald Trump. Der New Yorker Multimilliardär liegt klar in Führung, seine Konkurrenten - die Senatoren Ted Cruz und Marco Rubio, Ohios Gouverneur John Kasich und der pensionierte Neurochirurg Ben Carson - tun alles, um ihn aufzuhalten.

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Donald Trumps Siegeszug geht in Nevada weiter

Der Super Tuesday wird vor allem die Frage beantworten, ob sich Rubios angriffslustiger Auftritt bei der jüngsten Fernsehdiskussion am Donnerstag für ihn auszahlt. Die Wandlung des 44-Jährigen vom belächelten Sprechautomaten zum Debattenrambo kam möglicherweise zu spät, um Trump noch abzufangen - zumal Trump umgehend eine Reihe prominenter Unterstützer präsentieren konnte.

Das Rennen bei den Demokraten ist ähnlich spannend, allerdings in kleinerer Besetzung. Ex-Außenministerin Hillary Clinton hat nach durchwachsenem Start zuletzt in South Carolina klar gegen ihren einzigen Widersacher Bernie Sanders gewonnen und führt laut Umfragen in den meisten Vorwahlstaaten des Super Tuesday. Sanders braucht schon eine Überraschung und Siege, um weiter gute Aussichten auf die Nominierung zu haben.

Die politischen Inhalte

Die US-Bürger treiben viele Sorgen um: Einwanderung, Haushaltsdefizit, ungleiche Verteilung des Wohlstandes, der Kampf gegen den Terror und das Verhältnis zwischen Sicherheitsgesetzen und bürgerlichen Freiheiten etwa. Dazu kommt die Vakanz einer Richterstelle im Obersten Gericht. Diese wird möglicherweise erst nach der Amtseinführung des neuen Staatsoberhaupts im Januar kommenden Jahres besetzt.

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Donald Trump gibt zu den meisten Themen keine besonders konkreten Antworten. Doch auch seine allgemeinen Aussagen lassen wenig Zweifel an seinen Plänen: Leute, die ohne gültige Aufenthaltserlaubnis in den USA leben, will er irgendwie massenhaft deportieren. Muslime sollen eine gewisse Zeit nicht mehr in die USA einreisen dürfen, sofern sie nicht US-Bürger sind.

Die Demokraten haben die Wahl zwischen Pragmatismus und linkem Ehrgeiz. Sanders will die Studiengebühren abschaffen, große Banken zerschlagen und die staatliche Krankenversicherung ausbauen.

All das mit dem Ziel, den Abstand zwischen Arm und Reich zu verringern. Dazu müsste er die Steuern erhöhen und - wie viele Wirtschaftswissenschaftler sagen - die Staatsverschuldung erhöhen. Clinton argumentiert, Sanders' Ziele seien politisch nicht durchzusetzen. Sie wolle sich auf das Machbare beschränken.

Was auf dem Spiel steht

Bislang wurde nur ein Bruchteil der Delegiertenstimmen vergeben, die für eine Nominierung auf den Parteitagen im Sommer nötig sind. Jetzt stehen bei den Republikanern auf einen Schlag 595 Stimmen auf dem Spiel - fast die Hälfte der 1237, die für eine Nominierung nötig sind. Bei den Demokraten gibt es 865 Delegierte zu gewinnen, das ist immerhin gut ein Drittel der 2383 Mandate, die auf dem Parteitag zur Nominierung reichen würde.

Der bisherige Stand

Nach Staaten gerechnet führen Trump und Clinton jeweils mit 3:1. Trump verlor zum Auftakt in Iowa gegen Cruz, danach gewann er in New Hampshire, South Carolina und Nevada. Clinton siegte in Iowa knapp, verlor in New Hampshire und holte sich dann die Mehrheiten in Nevada und South Carolina.

In Delegiertenstimmen umgerechnet heißt das bei den Republikanern: 82 für Trump, 17 für Cruz, 16 für Rubio, sechs für Kasich und vier für Carson.

Bei den Demokraten führt Clinton nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP mit 544 Delegierten vor Sanders mit 85. Hier sind auch die Angaben der sogenannten Superdelegierten berücksichtigt. Das sind Parteifunktionäre, die selbst entscheiden können, wen sie beim Nominierungsparteitag unterstützen.

Wie es weitergeht

So viele Delegiertenstimmen am Dienstag auch vergeben werden, für die Nominierung reichen sie nicht. Das liegt auch daran, dass sie entsprechend dem Stimmenanteil auf die Kandidaten verteilt werden. Das bedeutet, auch wer knapp verliert, kann fast so viele Delegiertenstimmen einfahren wie der Sieger.

Bei den Republikanern gilt ab Mitte März in einer Reihe von Vorwahlstaaten die Regel "The winner takes it all". Danach bekommt der Sieger alle Delegiertenstimmen des jeweiligen Staates zugesprochen, selbst wenn er nur einen halben Prozentpunkt oder noch weniger Vorsprung vor dem Zweiten hatte. Der wichtigste dieser Staaten ist Rubios Heimat Florida, wo es 99 Delegierte zu holen gibt.

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